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Kritik von Benjamin Falk zu 'Partyalarm - Hände weg von meiner Tochter'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 20.09.2017
50%
Weiter im Programm von Komödien, die ich früher oft gesehen habe. "Partyalarm - Finger weg von meiner Tochter" (furchtbarer deutscher Titel, der das Produkt eigentlich schon zum Scheitern verurteilt) gehört dazu. Mal wieder ist ein gar nicht so schlechter Film entstanden, der nur leider auf Dauer nicht wirklich funktionieren möchte.

Tom ist ein braver Angestellter, der plötzlich das Haus seines Chefs hüten muss, weil er die Tochter irgendwie anders verstanden hatte. Nun kann man sich ja denken, dass das Ganze nicht gut gehen wird. Hier klingelt es, da kommt ein Verbrecher vorbei und die Eule fliegt natürlich auch davon. Die Handlung ist wirklich sehr vorhersehbar, zumindest was den Rahmen betrifft und auf viel Glaubwürdigkeit hat man da keinen Wert gelegt. Zuweilen ist es aber tatsächlich recht amüsant, was sich dort im Haus abspielt und die Ideen sind teilweise gar nicht mal so verkehrt. Leider ermüdet sich das Konzept ziemlich schnell und die Abnutzungserscheinungen sind dann so stark, dass nach etwa der Hälfte der Laufzeit die Luft heraus ist. Es ist zwar eine Menge los in "Partyalarm" und das schützt den Film davor, jemals zu langweilig zu werden, doch wenn man damit erstmal warm geworden ist, lässt einen das doch irgendwie kalt zurück.

Wie so oft bei diesen Komödien, die heute kaum noch bekannt sind, waren da große Namen mit am Werk. David Zucker führte sogar Regie, was man manchmal gut erkennen kann, aber der Mann hat doch deutlich bessere Werke abgeliefert. Ashton Kutcher war mal wieder der liebenswürdige Trottel, wie in gefühlt jeder Rolle, die er jemals verkörpert hat. Passt und Kutcher macht das solide. Dazu gesellt sich eine Tara Reid, die damals noch von ihrem "American Pie" Bonus profitieren konnte und Terence Stamp gibt sich ja sowieso irgendwie für alles her. Als neurotischer Chef ist er jedoch herrlich und Michael Madsen ist ebenfalls ein Gewinn für den Film. Molly Shannon ist auch ganz lustig und die Darsteller haben mir so insgesamt doch ordentlich gefallen. Sie sorgen auch am ehesten dafür, dass der Zuschauer bei der Stange bleibt. Die Gags können das hinterher nämlich nicht mehr erreichen. Der Anfang ist noch etwas zurückhaltend, doch es dauert nicht lange, da haut man die slapstickartigen Geschmacklosigkeiten heraus. Das hat anfangs noch einen gewissen Charme und hält sogar den ein oder anderen ordentlichen Lacher parat, aber es wird von Minute zu Minute unlustiger. Die nicht so hohe Laufzeit von rund 80 Minuten gibt nicht so viele Längen her, doch trotzdem ist man nicht böse darum, wenn das konstruierte Drehbuch dann zu einem Ende findet.

Fazit: "Partyalarm" tut (abgesehen von diesem grausamen deutschen Titel) echt niemandem weh. Wer auf den etwas derberen, slapstickartigen und völlig anspruchslosen Humor abfährt, wird hier ein paar gute Lacher finden. Tatsächlich sind auch die schrägen Typen einigermaßen gut gelungen. Nur gibt das Drehbuch im Endeffekt nicht genug her, denn sobald alles eingeleitet ist, verliert sich das Treiben auch schon in der Belanglosigkeit und die Trefferquote der Gags wird stets geringer. Alles in einem also eine durchschnittliche Komödie mit einer ordentlichen Besetzung, handwerklich solide gemacht, aber weil sich das in der zweiten Hälfte so sehr verliert, sind mehr Punkte einfach nicht drin!

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