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Kritik von Steven Huber zu 'Warrior'

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Partner von Entania
Kritik von Steven Huber
veröffentlicht am 28.11.2011
95%
Ein Film in der Tradition "von unten nach oben!" wie "Rocky".
Ein Drama mit beeindruckender Tiefe und mit einem echten Berührungspunkt zwischen Zuseher und dem, was vor einem auf der Leinwand (wahlweise auf dem Bildschirm) vor sich geht, wie es z.B. "American History X" schafft.
Wir bewegen uns in der harten Welt des Lebens. Rechnungen bezahlen, Krankheit des Kindes, ein Job ohne Spielraum und ein Chef, der einem im Nacken sitzt, sowie Leute, die an einen glauben und Menschen, die einen für einen Wahnsinnigen halten. Entäuscht werden und entäuschen, erfüllte und unerfüllte Erwartungen, der kalte Hauch der Realität im Nacken.
Die Paralell-Welt ist die Welt des "MMA" (Mixed Martial Arts), wo moderne Gladiatoren und um die Gunst der Zuseher buhlen. Das moderne Sparta hält Einzug in den USA, das Preisgeld von 5 Millionen Dollar führ die "Besten" aber auch zwei Brüder zusammen, zusammen in die Arena.
Auf der einen Seite der fürsorgliche Vater und Lehrer, welcher alles auf eine Karte setzt um den Verlust von Haus und Heim abzuwenden. Auf der anderen Seite der Irak-Veteran, der total abgestumpft und voller Hass im Blick Gegner für Gegner eliminiert.
Der Vater der Brüder ist ein gebrochener Alkoholiker, der ganz genau weiß, dass er seinem Nachwuchs mehr Schmerz als Gutes zukommen ließ. Ablehnung ist die Folge und alles geht den Weg der Dinge, die Schicksale der Protagonisten werden zusammengeführt - und das so intensiv wie ein Ellenbogen im Gesicht.
Die Kämpfe, die die Brüder ins Finale führen, sind beeindruckend, der Film ist durchwegs intensiv und in meinen Augen wesentlich hochkarätiger einzuschätzen als etwa "The Fighter" mit Christian Bale und Mark Wahlberg, insbesondere die Hauptdarsteller Tom Hardy und Nick Nolte sind hier eine echte Wucht. Authentisch und glaubhaft nehmen die beiden den Zuseher mit auf eine Reise von 140 Minuten, ein Film der mich sehr beeindruckt. Ein Film der gut recherchiert und blendend besetzt ist, das Zeug zum Kult hat.
Dieser Film ist das Counterstatement/Gegenargument zu vielen hohlen Filmen mit ganz vielen Explosionen, wo zum fünfzigsten mal der Präsident der USA den Planeten rettet, und man einfach nur denkt, wieso bin ich überhaupt ins Kino gelaufen um wie eine Herde Schafe auf dem Weg auf die Schlachtbank ein schales Feeling von Unbehagen einzuheimsen?
Echtes Kino! Ein Film den man öfter schauen will - das ist "Warrior"! 95%
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