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Kritik von Martin Zopick zu 'Leb Wohl, meine Königin!'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 07.11.2017
80%
Ein Historienfilm der unaufgeregten Art, aber mit prächtigen Kostümen, Parkanlagen, Adligen und Bediensteten. Frauen stehen im Mittelpunkt der Handlung. Allen voran die königliche Vorlesering Sidonie (Léa Seydoux). Sie hat ein liebevolles Verhältnis zur Königin Marie Antoinette (Diane Kruger), das über die bloße Verehrung weit hinausgeht. Am Ende (s. Titel) wird sie ihr einen letzten Liebesdienst erweisen und als ihre Freundin Gabrielle (Virginie Ledoyen) verkleidet das Land verlassen. Marie Antoinette hatte eine beinahe lesbische Beziehung zu ihr.
Die Stärke dieses leisen Films ist die Atmosphäre. Es kursieren Gerüchte und geflüsterte Andeutungen unter den Bediensteten, die keinen aktiven Anteil am aktuellen Geschehen haben. Die Unruhe auf den Fluren bringt die Unsicherheit gut rüber, Sidonie redet sogar von 'Angst'. Die Mädels stehen immer wieder am Fenster und beobachten das Geschehen der 'Großen Welt'. Eine hat etwas aufgeschnappt 'Brot' (man weiß von Brotknappheit um 1789 und man kennt auch Marie Antoinettes zynische Antwort darauf 'Wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen'.)
Sidonies alter Vertrauter Jacob (Michel Robin), ein Bibliothekar, weiß sogar, dass das Volk 'Brot und die Macht' will. Alles kriegen die Mädels ja nicht mit, weil sie z.B. kein Englisch verstehen. Nur das Wort 'Bastille' haben sie aufgeschnappt.
Diane Kruger spielt die Königin etwas aufgefächert: freundlich bis zickig, autoritär und anlehnungsbedürftig. Sogar mit glitzernden Tränen. Sie wagt unsympathische Passagen und kommt auch schon mal ungeschminkt daher. Sidonie bleibt pflichtbewusst und opfert sich. Ehrerbietig schlägt sich die Augen nieder und macht einen Hofknicks.
Beruhigend angenehm dieser feminine Blickwinkel.
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