Der Film wirkt irgendwie sonderbar. Das liegt zum Teil daran, dass Bedeutsames nur angedeutet und der Zuschauer am Ende mit dem fatalen, wortlosen Finale alleingelassen wird. Und auch die latente Aggression taucht nur mal kurz auf. Die braun-grüne Farbgebung ist gewöhnungsbedürftig, entspricht aber voll dem Zeitgeist der 70er Jahre. Dies wird atmosphärisch durch die typische Musik aus dieser Zeit untermauert. Hier wechseln die Renner wie
Sinatra und
Bob Dylan mit tra-la-la-mäßigen Klangfolgen. Dieses irritierende Gesellschaftsbild ist nicht entstanden, damit man sich dabei wohlfühlt. Man kann vielmehr über das Erwachsenwerden der Kids (verstörend unbeholfen
Rory Culkin und zickig nett
Emma Roberts), die oft viel ehrlicher sind als die Alten, nachdenken. Der Humor beschränkt sich auf jugendliches Schlucken im Beichtstuhl oder mit der Verwechslung von 'Balkankrieg' mit 'Falklandkrieg'. Der wirtschaftliche Erfolg ist diametral dem ehelichen Elend entgegengesetzt. Die Generation der Eltern reibt sich im ehelichen Streit und im Seitensprung auf und ist bei aller Gier nicht glücklich. Ebenso ergeht es dem Zuschauer. Es überwiegt der Ernst des Lebens. Dabei kann der melodiöse Song beim Abspann mit seiner leisen Ironie unbemerkt untergehen: 'Wir stranden auf einer einsamen Insel, das Schicksal lacht uns an, wir fliegen so hoch, dass wir uns die Flügel verbrennen...'