Johnny English (
Rowan Atkinson) ist die letzte Hoffnung des Empires. Nachdem alle Agenten und Agentenanwärter des MI7 ermordet wurden, muß Johnny ran und die Kronjuwelen beschützen, womit er selbstverständlich scheitert. Allerdings führen ihn seine Ermittlungen durchaus auf die richtige Spur, den dubiosen Pascal Sauvage (
John Malkovich), der versucht auf den englischen Thron zu gelangen. Doch mit dieser Vermutung blitzt English bei seinem Chef ab, schließlich ist der ein enger Freund Sauvages. Doch obwohl suspendiert, ermittelt English gemeinsam mit der Doppelagentin Lorna (
Natalie Imbruglia) weiter.
Schon lange keine Bond-Parodie mehr gesehen? Da hätten wir mal wieder eine. Und meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Atkinson, in Kurzfilmen als Mr. Bean eine Granate, trägt mit seinen Grimassen nun mal - wie befürchtet - keinen ganzen Film, und da ihm das Drehbuch hier keine große Unterstützung gibt, zieht sich "Der Spion, der es versiebte" (Untertitel) manchmal wie Gummi, und das bei einer Laufzeit von weniger als 90 Minuten. Während Atkinson irgendwann nervt, sind Malkovich und Imbruglia die Hingucker, womit die positiven Punkte des Films schon fast abgehakt wären. Natürlich gibt es ein paar Lacher, die guten sind aber dünn gesät, mit fortschreitender Filmdauer fällt das Niveau unter die Teppichkante während die Vorhersehbarkeit auf meist hohem Level verharrt.
Insofern ist der Film wohl nur zu empfehlen:
a) Großen Atkinson Fans, b) Unter leichtem Einfluß legaler Rauschmittel oder c) Als einzige Alternative zur langen Rosamunde-Pilcher-Nacht
Hmm, so betrachtet ist die potentielle Zielgruppe doch größer als ich erst dachte und die Fortsetzung "Johnny English - Jetzt erst recht!" doch irgendwie folgerichtig. Aber ich würde nicht darauf wetten, daß ich zu der auch noch eine Kritik schreibe...