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Kritik von Michael Scharsig zu 'Paranormal Activity 3'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 02.11.2011
95%
Warum ein dritter Teil von "Paranormal Activity" in den USA Rekorde bricht und einen dermaßen großen Erfolg feiert, musste ich unbedingt in der Vorpremiere herausfinden. Tatsächlich war das Kino auch hier bis auf ein bis zwei Plätze ausverkauft. Und das mit Recht. "Paranormal Activity 3" schockt erneut, nur noch besser.

Bereits in den Anfangsminuten ist klar, wo die Reise hingeht. Dieses Mal wird die Kindheit von Katie beleuchtet, die im ersten Teil bereits erwähnt wurde. Die verwendeten Kameras sind dementsprechend etwas altmodischer, die Bilder etwas unschärfer. Der Atmosphäre des Streifens schadet das aber in keinster Weise. Christopher Nicholas Smith und Lauren Bittner machen ihre Sache sehr gut, sodass der Zuschauer zu ihnen sogar mehr Sympathie aufbaut als zu den Ausgangsdarstellern Katie Featherston und Micah Sloat als Spraque Grayden und Brian Boland (Teil 2) allemal. Generell sammelt "Paranormal Activity 3" Pluspunkte durch erste Schockszenen, die eher aus Zufall und ohne paranormale Einwirkung geschehen. Der Zuschauer gerät nach dem ersten Zusammenzucken hier und da ans Schmunzeln, jedoch ohne dass sich der Film lächerlich macht.

Denn was defintiv sehr gut gelungen ist, ist, dass während des ganzen Films zu spüren ist, wie sich die Intensität steigert und auf ein Finish hinausläuft, das sich mehr als gewaschen hat. Vom Stil her ist auch "Paranormal Activity 3" komplett im Mockumentary-Stil gedreht und muss sich kleinere Logikfragen gefallen lassen. Warum erschrickt sich die Babysitterin zu Tode, aber wartet brav bis die Eltern zurück sind, um dann nicht einmal etwas von den Vorkommnissen zu erzählen? Wieso filmt der Freund von Katies Mutter pausenlos weiter? Fragen wie diese werden auch hier ignoriert, aber das müssen sie auch, um das Tempo und die Spannung aufrecht zu erhalten.

Die beiden kleinen Mädchen sind wirklich sehr schaurig und auch die Erscheinungen des Dämons, von den Kindern "Tobey" genannt, verursachen absolutes Gänsehautgefühl. Ein Kinderzimmer bietet in einem Horrofilm generell eine Location des Grauens. Auf einmal wirkt jedes Schaukelpferd, jeder Teddybär gruselig. Von Beginn an werden wieder Decken weggezogen, Lampen zerstört und Türen zugeschlagen - doch was später kommt, überrascht und schockt und kommt absolut unvorhergesehen. Teilweise bedient sich der Streifen an typischen Schockelementen aus Filmen wie "Der Exorzist" oder "Der Exorzismus von Emily Rose" und auch das "Blair Witch Project" kommt einem in der einen oder anderen Szene ins Gedächtnis, zum Beispiel, wenn Personen wortlos mit dem Gesicht zur Wand in einer Ecke kauern. Ein großes Highlight ist die selbstgebaute Schwenk-Kamera, die pausenlos von links nach rechts und zurück fährt, sodass die Zuschauer jedes Mal gespannt sind, was als nächstes auf der Bildfläche erscheint, sobald die Kamera wieder umschwenkt.

Gänsehaut pur! "Paranormal Activity 3" hat die besseren Darsteller, die bessere Location, den besseren Dämon. Wieder einmal werden die Zuschauer überrascht und geschockt - und das mit einer absoluten Intensität, wie es in den letzten Jahren nur diese Reihe schaffte. Die Urängste eines Menschen werden bestens bedient, und es wäre eine Schande, wenn dieser Film nicht weiterhin fortgesetzt würde. Andererseits soll ja immer dann aufgehört werden, wenn es am besten ist. Das wäre hier der Fall.

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