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Kritik von Michael Scharsig zu 'Apollo 18'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 24.10.2011
85%
Wer hier einen emotionalen Hollywood-Streifen mit Tom Hanks erwartet, wird genauso enttäuscht sein, wie die Zuschauer, die Handkamera-Filme nicht ausstehen können. Kurz gesagt: "Apollo 18" ist ein weiterer Film aus der im Trend liegenden Mokumentary-Reihe.

Schon zu Beginn wird der Grundstein für die Ausstrahlung der vermeintlich "echten" Aufnahmen damit begründet, dass die NASA sie geheimhalten wolle. Nun aber sind die Aufnahmen im Internet und werden im Vorspann auf der fiktiven Seite lunartruth.org beworben. Es geht um einen Flug zum Mond, der offiziell nie stattgefunden hat. In den Geschichtsbüchern steht, dass Apollo 17 der letzte Flug zum Mond gewesen sein soll und der Film "Apollo 18" liefert Gegenbeweise. Die drei Astronauten starten unter geheimer Mission zu unserem Nachtplaneten und stellen kurz darauf fest, warum die Mission geheimgehalten wurde.

"Apollo 18" liefert Gänsehaut pur. Wer Filme wie "Paranormal Activity" oder "REC" mochte, wird auch hier bestens unterhalten. Überall in der Raumkapsel sind Kameras installiert, die das seltsame Geschehen auf dem Mond dokumentieren. Regissieur Gonzalo Lopez-Gallego gelingt es, seiner angeblichen Doku eine Spannungskurve einzubauen, die sich gewaschen hat - und das obwohl recht schnell klar wird, dass es sich tatsächlich um außerirdische Lebensformen handeln muss.

Die drei weitestgehend unbekannten Schauspieler machen ihre Sache sehr und die veralterten Mondaufnahmen, sowie die unerklärlichen Geräusche und die klaustrophobische Enge der Umgebungen lassen den Gruselfaktor enorm ansteigen.

Natürlich wackelt die Kamera hin und wieder, aber in den richtigen Momenten bedient sich der Film lieber an den horrortypischen Elementen der Dunkelheit und der Schockszenen. Zwei der besten Momente des Streifens sind die erste Wanderung in einen Krater beim Verfolgen von menschlichen Fußspuren, sowie die Infizierung eines Astronauten.

Ein Fußballspiel dauert länger als der gesamte Film, der Handlung und der Spannung schadet das aber ganz und gar nicht. Wenn "Apollo 18" eine Schwäche hat, dann ist es die Zusammensetzung der letzten Minuten, aber auch hier braucht sich der Film nicht zu verstecken. Natürlich hat "Apollo 18" auch kleinere Mankos und Astrophysiker werden mit Sicherheit Logikfehler en Masse finden.

Insgesamt wird dem Zuschauer aber ein beklemmender kleiner Horror-Streifen präsentiert, der in den richtigen Momenten zu schocken weiß und eine Atmosphäre liefert, die vor allem Fans der Mokumentary sehr gefallen wird. Kein Wunder, dass "Apollo 18" schon in der Startwoche das Budget von 5 Millionen Dollar direkt wieder eingespielt hat.

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