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Kritik von Michael Scharsig zu 'My Week with Marilyn'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 14.09.2012
65%
Wie schon in oscar-nominierten Filmen wie "The Hurt Locker" oder "The Blind Side" stellt sich auch hier die Frage - warum so ein Hype um "My Week with Marilyn"? Natürlich steigert der Streifen mit einer interessanten Story und einem gut besetztem Ensemble die Erwartungen, doch bei mir wurden sie nicht erfüllt.

Kurz zur Story: Oxford-Absolvent Colin Clark will sich seinen Traum erfüllen und beim Film arbeiten. Im Sommer des Jahres 1956 erhält er Arbeit am Drehset von "The Prince and the Showgirl" in dem Marilyn Monroe mitspielt. Als "dritter Assistent" lernt er die starken, aber auch die schwachen Seiten der schwierigen Film-Ikone kennen - und lieben.

Nun ja, tatsächlich gibt es Unterschiede zu den oben genannten Filmen und dem Werk von Simon Curtis. Sandra Bullock ("Miss Undercover") gewann für ihre Rolle in "Blind Side" den Oscar. Michelle Williams ("Shutter Island") ist leer ausgegangen und hätte den Preis mit großem Abstand eher verdient gehabt. Noch besser spielt Kenneth Branagh ("Hamlet", "Thor") die Theater-Legende Sir Laurence Olivier. Auch Eddie Redmayne macht in diesem mit Judi Dench und Emma Watson in Nebenrollen üppig besetztem Film eine gute Figur. Den Darstellern ist es zu verdanken, dass überhaupt bis zum Ende geguckt wird.

Viel zu zäh zieht sich die Handlung wie Kaugummi durch die 104-minütige Drama-Romanze, oder wie auch immer dieser Film genannt werden soll. Alles verläuft aalglatt. Ein Spannungsbogen ist nur schwer zu finden und so kommt diese eigentlich interessante Geschichte schon fast eher dokumentarisch daher.

Auch darf nicht vergessen werden: "My Week with Marilyn" basiert auf den Tagebüchern des Filmemachers Colin Clark. Erst 40 Jahre nach den Ereignissen wurden diese veröffentlicht und die "Week with Marilyn", um die es hier eigentlich geht, wurde erst noch später unter dem Titel "My Week with Marilyn" publiziert. Es darf also die Frage gestellt werden, warum dem Protagonisten alles so perfekt gelingt, wieso sein Charme selbst die Monroe interessiert. Bei all der fehlenden Authentizität war hier war wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken. Auch beim Zuschauer, denn selbst Schmachtfilme wurden schon deutlich intensiver und spannender erzählt.

Da ich jetzt schon häufiger darauf angeschrieben wurde, wieso ich einen Film schlecht bewerte und ihm dann doch 75 Prozent gebe - hier meine Richtlinien zur Erläuterung: 80 % bis 100 % = fantastisch bis sehenswert, 55 % bis 75 % = nicht mein Fall bis enttäuschend, 35 % bis 50 % = mies bis abschreckend, 0 % bis 30 % = grauenhaft bis unzumutbar.

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