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Kritik von Michael Scharsig zu 'The Help'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 02.03.2012
95%
Vorweg: Octavia Spencer ("Sieben Leben", "Der Solist") hat für ihre Rolle in "The Help" den BAFTA-Award, den Golden Globe und den Oscar gewonnen, Gratulation für einen verdienten Ruhm! Ihre Kolleginnen Viola Davis ("Solaris" "Eat, Pray, Love") und Jessica Chastain ("The Tree of Life") waren ebenso in allen drei Preisverleihungen nominiert. Neben weiteren Nominierungen für den besten Film und das adaptierte Drehbuch begeistert "The Help" natürlich vor allem dann, wenn man ihn selbst gesehen hat.

Der Film von Tate Taylor ist nach Roman Polanskis "Der Gott des Gemetzels" schon die zweite Überraschung des Jahres. Gekonnt wird hier mit Humor, tragischen Momenten und intelligenten Dialogen so gekonnt umgegangen, dass es dieser emotionale Mix locker mit Meisterwerken wie "The Green Mile", "Slumdog Millionär" oder "Der Club der toten Dichter" aufnehmen kann. Die eigentliche Hauptdarstellerin, Emma Stone ("Zombieland", "Crazy, Stupid, Love"), liefert hier eine ebenso reife Leistung ab wie ihre Kolleginnen. Sie hat nur das Pech, dass Chastain, Spencer und Davis einfach noch besser sind.

Hier und da offenbart der Film zwar zu sehr gewollte Handlungsabläufe, die im amerikanischen Stil doch sehr träumerisch wirken, doch insgesamt überzeugt die Geschichte einen deutlich mehr, als die schwachen Vorjahres-Oscar-Gewinner "Blind Side" oder "Precious". Das beste an diesem Film ist, dass wirklich jeder Charakter treffend gespielt ist. Für die einen empfindet der Zuschauer auf Anhieb Sympathie, für die anderen sofort das Gegenteil - alle machen ihre Sache also gut.

Die Situation der Schwarzen mag Anfang der 60er Jahre keine leichte gewesen sein, schon gar nicht in Staaten wie Mississippi. Daher ist das Thema eigentlich ein sehr bedrückendes und heikles Stück amerikanische Geschichte. Tate Taylor schafft es aber in fast jeder Szene, den Ausgleich zu finden. Wird es zu ernst bremst ein lockerer Gag den emotionalen Bächersturz, wird es zu kauzig wird der nächsten Szene die nötige Tragik verpasst. Selten wurde ein so anstrengendes Thema so erträglich dargstellt wie in "The Help".

Fazit: "The Help" ist weder ein Frauenfilm, noch ein zweites "Mississippi Burning". Er schildert Rassismus und Emanzipation ohne Blutvergießen und unfreiwillig komischen Kitsch. Die Geschichte der Dienstmädchen berührt, ihre Geschichten regen zum Denken aber genauso an, wie zum Schmunzeln. Ein wichtiger Film, der ähnliche Streifen wie "Gran Torino" locker wegsteckt.

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