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Kritik von Frederik Braun zu 'The Guard'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 10.10.2011
85%
Vor nicht allzu langer Zeit hat Martin McDonagh mit "Brügge sehen...und sterben?" eine der originellsten Grotesken der letzten Jahre abgeliefert. Jetzt hat sich auch sein Bruder John Michael an sein Spielfilm-Debüt gewagt. Mit "The Guard - Ein Ire sieht schwarz" ist dem Briten vor allem ein Film gelungen, der es schafft mit außergewöhnlichen Charakteren eine einfache Handlung abwechslungsreich zu erzählen.

Die schwarze Komödie über einen irischen Polizisten, der mithilfe eines FBI-Agenten einer international agierenden Drogenbande auf den Fersen ist, punktet mit herrlich trockenem Humor und den dazu harmonierenden Landschaftsaufnahmen Irlands.
Doch letztlich ist es dem Protagonisten zu verdanken, dass sich "The Guard" von üblichen Gangsterkomödien unterscheidet. Und der großartige Brendan Gleeson spielt diesen Gerry Boyle mit einer solchen Spielfreude und Überzeugungskraft, dass es einfach Spaß macht zuzusehen wie sich der unberechenbare Sergeant durch seinen Alltag schlägt. Es sind genau diese Momente, die dem Film eine individuelle Marke verpassen und ihn aus der gewöhnlichen Masse der Komödien hervorhebt.
Hinzu kommt Don Cheadle, dem die undankbare Aufgabe zuteilwird den genervten Gegenpart in Form des FBI-Agenten Wendell Everett zu übernehmen, den er allerdings mit Bravour meistert.

Die Parallelen zu "Brügge sehen...und sterben?" sind nicht nur durch Gleeson gegeben, der in beiden Filmen jeweils in einer Hauptrolle zu sehen ist. Beide Filme verbinden Komik und Tragik auf ganz eigene Weise, beide überraschen mit absurd grotesken Enden. So ist es auch bei "The Guard" und trotz der Tatsache, dass dieser Film wesentlich bodenständiger ist als die überspitzte, in Teilen mystische Gangsterkomödie aus Brügge merkt man ziemlich schnell, dass hier ein McDonagh zugange ist. Man darf also gespannt sein, was von diesen beiden Brüdern noch zu sehen sein wird.

Fazit: Die tragikomischen Momente, das ungewöhnliche Ende und die Vielschichtigkeit des Charakters Gerry Boyle unterscheiden diese Komödie von typischen Buddy-Movies aus Hollywood. Durch den fabelhaften Brendan Gleeson wird das ganze zur skurrilen One-Man-Show, die man sich - nicht nur als Freund von Tarantino oder Ritchie - keinesfalls entgehen lassen sollte!

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