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Kritik von André Gerstenberger zu 'Universal Soldier - Tag der Abrechnung'

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Partner von Entania
Kritik von André Gerstenberger
veröffentlicht am 29.12.2012
90%
Ich habe mir bis jetzt alle "Universal Soldier"-Filme angeschaut. Die Entwicklung bei dieser Reihe ist wirklich erstaunlich. Zum Standard Repertoire gehören auf jeden fall Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren. Im dritten Teil kam dann auch noch Andrei Arlovski hinzu. So hat sich die Besetzung immer weiter entwickelt. Jetzt im vierten Teil hat man auch noch Scott Adkins an Bord geholt. Somit ist man, was die Besetzung angeht, schon mal bestens bedient. Als ich dann noch erfahren habe, dass John Hyams erneut an Bord ist, wusste ich eben: Es wird ein guter Film. Man merkt ihm seine langjährige Karriere als Regisseur deutlich an. So bekommt man dieses mal zwar dieses mal eine komplizierte Story geboten mit ein paar Wendungen. Also es ist wahrlich kein Film zum zurücklehnen, denn was einem hier geboten wird, ist schon mehr als krank. Doch genau die Tatsache, dass man sich hier vollends austoben konnte, finde ich für meinen Teil sagenhaft. So bekommt man ein Drehbuch geboten, das einem den Kopf mehrmals verdreht. Der Film hat so viele Facetten. Angefangen mit der unterbitterlichen Härte bis hin zu der spektakulären Action. Was einem hier an Kampfszenen geboten wird ist der absolute Wahnsinn. Alles knallhart inszeniert mit ganz wenigen Kameraeinstellungen. In meinem ganzen Leben habe ich noch keinen Film gesehen, der so ruhig und übersichtlich gedreht wurde. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, jeder Kampf kam komplett ohne Effekte aus. So zeigt Scott Adkins, dass er den bösen Jungs ordentlich in den Arsch treten kann. Jedoch ist die Szene im Bordell das absolute Highlight. Andrei Arlovski kommt rein ohne ein Wort zu sprechen und mäht alles um, mit einem Ausdruck, dass einem echt der Anblick wehtut. Die Bluteffekte sind dabei sehr detailreich und nicht schön anzusehen. Auch die Flackermomente sorgen dafür das der Zuschauer auf eine gewisse Weise in die Bannen gezogen wird. Auch die Atmosphäre kann hier vollends punkten, da man wieder in den USA gedreht hat. Somit wertet das den Film unheimlich auf, mit tollen aber nie übertriebenen Kulissen. Die Bilder wurden super eingefangen. Mit dem passenden Look hat man das Bild bearbeitet, damit der Film noch düster und härter rüberkommt. Die fulmimante Laufzeit mit 114 Minuten lässt sich vor allem viel Zeit für Scott Adkins' tragische Situation und seiner Vergangenheit. So könnte man sich zwar schon fragen, ob dies nötig war, solche Szenen mit einzubauen, aber ich für meinen Teil wurde perfekt unterhalten. Gerade die Szenen, in denen gar nichts passiert fand ich sehr interessant. Die Dialoge sind vor allem bei Dolph Lundgren und Van Damme eine Rarität. Insgesamt redet keiner viel in diesem Film, selbst Scott Adkins als Hauptdarsteller redet nicht allzuviel. Es sind Szenen, die eine unheimlich hohe Bildersprache wiedergeben. Ich für meinen Teil fand dies unheimlich toll und es ist mal etwas Neues, wenn nicht nur passagenweise Sprüche rausgehaut werden. Denn auf Sprüche oder Humor muss man hier vollends verzichten, selbst der Versuch, Dolph Lundgren hier als coolen Typen darzustellen, ist nicht gelungen. Man hat sich viel mehr darauf konzentriert, wie man viele Handlungsfäden aufziehen kann, ohne dabei wirklich darauf zu achten, was jetzt stimmt oder vielleicht Lüge ist. Denn wenn man sich diesen Film zulegt, muss man sich darauf einstellen, dass der Film keine wirkliche Auflösung am Schluss bereithält. So wird man als Zuschauer im Regen stehen gelassen und muss selbst entscheiden, wie es wohl ausgehen wird und ob der Film eine weitere Fortsetzung bereit hält. Die Blu-ray bietet ein Bild, das nicht sehr farbenfroh ist. So hat man sich für einen düsteren und grauen Look entschieden, hin und wieder auch für starke Farbfilter, die für meinen Teil schon fast zu übertrieben sind. Jedoch können die Schärfewerte und Detailzeichnung überzeugen. Zwar darf man kein Referenzbild erwarten, aber es ist auf jeden Fall mehr als gelungen. Der Kontrast wurde sehr oft verändert, was vom Regisseur auch ein beabsichtigtes Stilmittel ist. Der Schwarzwert kann leider durch die vielen Spielereien nicht überzeugen. Der Ton ist ein absolutes Highlight. Der Soundtrack ist für mich ein absoluter Kracher. Was einem hier an Bass geboten wird ist wirklich referenzverdächtig. Im Allgemeinen gibt es spektakulärere Soundtracks, aber wenn man bedenkt, wie einfach der Soundtrack doch gehalten wurde, ist es ein Genuss, sich das anzuhören. Auch die Dialoge sind bestens zu verstehen, wobei sie sich bei Dolph Lundgrens wenigen Dialogen einen großen Fehler geleistet haben. Denn bei ihm klingen die Dialoge im Vergleich zu den anderen Darstellern künstlich und zu leise. Ansonsten gibt es viele Surroundeffekte zu hören, wenn man die ruhigen Szenen außen vorlässt. Insgesamt klingt der Ton sehr ordentlich und harmonisch.

Fazit: Anscheinend haben viele Fans ein Problem mit diesem Film. Die abgedrehte Handlung scheint wohl bei vielen sauer aufzustoßen. Auch die totale Veränderung der Universal Soldiers hinterlässt viele offene Fragen, aber ich zähle diese Punkte nicht als negativ auf. Viel mehr überzeugt die spektakuläre und abwechslugsreiche Action, die es in sich hat. Warum der Film teilweise so leer und unnahbar wirkt ist wohl den Darstellern zu verdanken. Denn sowohl Van Damme als auch Dolph Lundgren nutzen ihre kurzen Auftritte nicht um sich an schauspielerischer Leistung zu messen, denn diese ist wahrlich grausam, trotzdem ist ihr Auftritt gerechtfertigt. Denn es verleiht dem Film denn gewissen Kick was sich der Fan eben wünscht, da sie eben zum Inventar gehören. Insgesamt ein sehr düsterer und verdammt harter Actionfilm, der vom Härtegrad nicht mehr zu überbieten ist. Eine Kaufpflicht für Actionfans der etwas anderen Art.

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