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Kritik von Michael Scharsig zu 'Retreat'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 27.02.2012
85%
Es gibt Filme, die als typische Filme für DVD-Abend bezeichnet werden, also Filme, die für's Kinogeld nicht gut genug sind, einen Abend lang aber gut unterhalten. Hin und wieder kommt es vor, dass zwischen diesen Durchschnittsstreifen kleine Perlen verborgen liegen. "Retreat" ist so eine.

Zur Story: Ein Pärchen, er Architekt, sie Journalistin, geht nach einer Fehlgeburt durch eine Ehekrise. Um daran zu arbeiten machen die beiden eine Woche lang Urlaub auf einer unbewohnten, familienbekannten Insel im einzig vorhandenen Haus. Zum Festland geht es erst wieder zurück, wenn der Inselbesitzer sie in einer Woche abholt. Doch er kommt nicht. Statt Idylle erwartet das Paar dort neben einem defekten Funkgerät und einem verrotteten Stromgenerator vor allem ein junger verletzter Soldat. Dieser behauptet auf dem Festland sei ein Virus ausgebrochen, dass alle dahinrafft. Er besteht darauf, das Haus zu verbarrikadieren. Während das Grauen draußen zu lauern scheint, beginnt im Inneren des Hauses der eigentliche Terror.

Es ist schon eine clevere Zusammenstellung an Darstellern, die sich Regissieur Carl Tibbetts da ausgesucht hat. Mit Thandie Newton ("2012", "Herrschaft der Schatten"), Cillian Murphy ("28 Days Later", "Sunshine") und Jamie Bell ("Jumper", "Deathwatch") treffen sich drei Mimen, die schon beste Erfahrung in Sachen Endzeitstimmung und Thrill gesammelt haben. So entwickelt der Zuschauer eine gewisse Erwartungshaltung, die mit Sicherheit überrascht werden dürfte. Anders als in "Outbreak" oder "Contagion" spielt sich die Angst und der Kampf gegen ein Virus hier innerhalb eines Hauses und nicht flächendeckend ab. Oder ist da vielleicht gar kein Virus? Genau daran zweifelt das Film-Paar und so entsteht statt banaler Virus-Angst ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den drei "Hausbewohnern". Ist der fremde Soldat ein Soldat? Oder ein Psychopath? Gefährdet das Paar alle, wenn es das Haus verlässt? Gibt es überhaupt eine Gefahr? Bissige Dialoge, drei undurchsichtige Charaktere und eine graue Insel bieten beste Atmosphäre für einen Thriller, der sich gewaschen hat.

"Retreat" gehört schon jetzt zu einem der besten Filme des Jahres, die es nicht in die deutschen Kinos geschafft haben. Wer sich gerne öfter von DVD-Filmen überraschen lassen will sollte unbedingt auch "Unthinkable" mit Samuel L. Jackson oder "Die Vierte Art" mit einer grandiosen Milla Jovovich sehen.

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