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Kritik von Robert Strauß zu 'Gravity'

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Kritik von Robert Strauß
veröffentlicht am 03.04.2016
95%
Ein Spoiler ist eine Information zur Handlung, die wesentliche Spannungs- oder Überraschungselemente vorwegnimmt.
Dieser Film funktioniert nur auf der großen Leinwand, alles andere ist enttäuschend und langweilig!
Meiner Meinung nach sind solche Aussagen kompletter Blödsinn, auch wenn es natürlich die Erfahrung verbessern kann. Ich bin leider nicht in den Genuss gekommen, den Film im Kino zu sehen, hatte jedoch neulich trotzdem großes Vergnügen als er zum ersten Mal im TV ausgestrahlt wurde.

Kommen wir erstmal zur allgemeinen Handlung: Ein Team Astronauten wird entsandt um einige Reparaturen am Hubble Teleskop vorzunehmen. Zur selben Zeit wird aus versehen ein russischer Satellit von einer Rakete getroffen und dessen Trümmer rasen nun auf die Crew zu. Nach einer großen Katastrophe ist es nun das einzige Ziel der überlebenden zurück zur Erde zu kommen.
Es handelt sich hierbei keineswegs um einen Science-Fiction-Film, sondern viel mehr um einen Nervenaufreibenden Thriller. In den Hauptrollen finden sich Sandra Bullock und George Clooney wieder, welche beide eine sehr gute Leistung erbringen. Doch das herausstechende bei "Gravity" ist weder die Story noch sind es die Schauspieler. Es ist das hohe technische Level, egal ob man auf den Sound achtet, welcher im All natürlich nur bedingt vorhanden ist und deswegen zu großen Teilen durch die sehr kraftvolle Musik getragen wird, die unglaublich beeindruckenden visuellen Effekte, wenn tausende Metallsplitter durchs Bild fliegen, oder die Kameraführung von Emmanuel Lubezki, welcher nicht ohne Grund bereits mehrere Oscars für seine Arbeit bekommen hat.
Bereits in den ersten Minuten wird man durch eine sehr lange Kamerafahrt in die Geschichte involviert und hat somit das Gefühl direkt am Ort der Katastrophe zu sein. Wenn die Crew im All unkontrollierbar durch die Gegend geschleudert wird löst das auch beim Zuschauer der nur zu Hause auf seiner Couch liegt direkt Übelkeitsgefühle aus. Selten habe ich mich bei einem Film so in die Lage der Charaktere hineinversetzt gefühlt wie in diesem hier, was durch gelegentliche POV (Point of View) aufnahmen noch unterstützt wird. Ich kann persönlich kaum nachvollziehen wieso einige Behaupten der Film wäre langweilig, da er mit seinen knackigen 91 Minuten kaum eine Sekunde zum Durchatmen lässt. Der einzige Knackpunkt sind die teils Klischeebehafteten Wendungen die der Film zu bieten hat. Ich möchte hierbei nicht spoilern, aber wer den Film gesehen hat sollte wissen was ich meine.

Als Fazit muss ich sagen, "Gravity" ist kein Film, den man gesehen haben sollte, sondern eine Erfahrung, die man gemacht haben sollte. Lassen Sie sich nicht abschrecken von Leuten, die behaupten, der Film würde zuhause nicht funktionieren, wobei natürlich ein großer Fernseher und ein paar gute Kopfhörer oder eine Surround Anlage empfehlenswert sind. Alles in allem bekommt der Film eine 95 von 100 weil er nicht perfekt ist, jedoch deutlich aus der Masse heraussticht und deswegen nicht verpasst werden sollte.

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