foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Michael Scharsig zu 'Gravity'

WERBUNG
Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 23.11.2013
75%
Man nehme 100 Millionen Dollar Budget, zwei Oscar-Preisträger und Publikumslieblinge in den Hauptrollen und heraus kommt ein Film, der handlungstechnischer Durchschnitt und visuell richtungsweisend ist: "Gravity".

Tim Webber, Emmanuel Lubezki und Steven Price - das sind die Namen, die sich der Zuschauer nach dieser Reise ins All (und zurück?) merken wird. Tim Webber ist verantwortlich für die visuellen Effekte, die der heimliche Star dieses Streifens sind. Ich habe "Gravity" leider nur in 2D gesehen, daher kann ich nur erahnen, wie genial die 3D-Umsetzung gepasst haben muss. Schon in 2D überzeugt die Optik mit mal klaren, kontrastreichen Effekten, mal mit extrem schönen Sonnenblenden oder lupenreinen Explosionen. Dazu gesellt sich die fantastische Kameraarbeit von Emmanuel Lubezki, der vor allem dann sein Talent beweist, wenn er den umhertreibenden Protagonisten "auf Schritt und Tritt" folgt. Er schafft es die immer wiederkehrenden Wechsel zwischen Ruhe und Achterbahnfahrt perfekt zu inszenieren. Die ersten 30 Minuten verlaufen praktisch ohne Schnitt und sind vor allem dank Webber und Lubezki der große Höhepunkt. Dass dieser Auftakt seine volle Wirkung erzielt hat noch einen weiteren Grund: Steven Price. Sein Score hat einen eindringlichen Sound, der sowohl atmosphärisch wie auch dramaturgisch die Spannung vorantreibt. Ein großer Spaß, wie hier mit Stilmitteln umgegangen wird.

Handwerklich können sich Regisseur Alfonso Cuaron und seine Kollegen meiner Meinung nach auf Oscar-Nominierungen gefasst machen, ich verteile hiermit jedenfalls ganz offiziell Tipps auf ihre Außenseiterchancen. Im Gegensatz dazu werden Bullock und Clooney wohl nichts abstauben. Das Drehbuch ist überladen mit Klischees und Stories, die alle schon anders erzählt wurden. Der Frischling, der Veteran, Trümmerteile eines - natürlich russischen - Satelliten und und und ... Nein, an der Erzählweise kann ich leider kein Gutes Haar lassen. Außerdem riecht es gewaltig an mangelnder Logik, da ich selbst aber erstens nicht genug Ahnung von der Marterie habe und zweitens auch nicht finde, dass sie dem Film schadet lass ich Kritik daran aus.

Viel mehr stört mich, dass "Gravity" von einer technisch brillianten Genre-Perle von Minute zu Minute (es sind ja nur rund 90) hollywoodmäßiger wird. "Zu Bullock", wie ich seit "The Blind Side" zu sagen pflege. Für Freunde von Effekten dennoch ein Muss!

War diese Kritik hilfreich?
3 von 6 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k7mw
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen