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Kritik von Patrik "Pitt" Schmitt zu 'Gravity'

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Kritik von Patrik "Pitt" Schmitt
veröffentlicht am 23.10.2013
75%
Space Shuttle Mission STS 157: Mit an Bord Matt Kowalski (George Clooney), alternder Space-Cowboy mit Vorliebe für Machosprüche und Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock), Weltraum-Frischling. Während eines Außeneinsatzes am Hubble-Mikroskop wird die Crew von dem heranrasenden Trümmerfeld eines russischen Satelliten überrascht. Während Shuttle und Teleskop vollkommen zerstört werden, treiben Kowalski und Stone verloren im unendlichen All.

Man nehme 90 Minuten, zwei Schauspieler, 100 Mio. US-Dollar und heraus kommt ein bombastisches Effektspektakel, das dann auch keine Minute länger dauern dürfte. Abgesehen vom Darsteller-Salär sind wohl 99% des Budgets von den visuellen Effekten verschlungen worden, aber das Geld ist gut investiert! Natürlich bieten Weltraum und Schwerelosigkeit eine hervorragende Spielwiese für die Effekteprofis und auch ich (unbestrittener Skeptiker von 3D und dem ganzen übertriebenen Effektschnickschnack) gebe gerne zu: Ja, so macht 3D Sinn, für so eine Bilderorgie dürfen die Special effects auch mal gerne die Geschichte, ja den ganzen Film platt machen. Halt, jetzt greife ich ein wenig kurz, es sind nicht nur die Effekte (das Wort kommt in dieser Kritik vermutlich 20-Mal vor...), es sind auch die fantastischen Einstellungen, die Perspektivwechsel und die wohl dosierten Schnitte, die das visuelle Erlebnis ausmachen.

Nimmt man die reine Optik weg, bleibt dann auch nicht mehr viel übrig. Die Story ist sehr mager und kann die 90 Minuten nicht füllen, der dramaturgische Höhepunkt der ersten Filmhälfte hängt am arg dünnen Logikfaden, die "Aussage" bleibt äußerst simpel und wurde wohl nur in den Film reingeschustert, um die Laufzeit um fünf Minuten zu strecken und noch einen Clooney-Gag einzubauen, Dazu hätte man sich das Ende auch gerne schenken können, und dass die Bullock ein paar Mal die Gelegenheit hatte sich etwas zu entblättern (hätte gedacht, Astronauten tragen was anderes drunter...), war für die Handlung auch nicht gerade erforderlich, war aber auch ein netter visueller Effekt... Auf den sachlichen/wissenschaftlichen Fehlern muss man hier nicht weiter herumreiten, das fällt während des Films nicht groß auf, und danach kann man (inhaltlich) den Film eh schnell vergessen.

"Gravity" brennt im 3D-Kino ein Feuerwerk an visuellen Effekten ab, ein spektakuläres Erlebnis und in Genuss für die Augen. Wer genau das sucht oder wem das genügt (je nach Sichtweise), dem kann im Jahr 2013 wohl kaum mehr geboten werden. Wenn die Oscar-Academy hier im nächsten Jahr keine Awards vergibt, muss sie blind sein, wenn allerdings welche in den Hauptkategorien dabei sein sollten, wäre meine Überraschung doch schon ziemlich groß.

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