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Kritik von Stefan Petersohn zu 'Flucht aus Absolom'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Stefan Petersohn
veröffentlicht am 05.01.2009
70%
Im Jahr 2022 sind die meisten Gefängnisse privatisiert. Nachdem er sich mit dem sadistischen Gefängnisdirektor angelegt hat, wird der Ex-Marine J.T. Robbins (Ray Liotta) in das Hochsicherheitsgefängnis "Absolom" verfrachtet. Absolom ist eine Insel mitten im Ozean, die von einen Satellitensystem überwacht wird. Die Kriminellen sind grösstenteils sich selbst überlassen und werden nur gelegentlich mit Lebensmittellieferungen versorgt.
Auf der Insel haben sich zwei Gruppen gebildet: "Die "Insider" sind gut organisiert, versuchen friedlich und im Einklang mit der Natur zu leben und sich einen Rest an Würde zu bewahren. Die "Outsider" verachten sämtliche Regeln und respektieren nur das Gesetz des Stärkeren. Robbins, der sowieso schon ein Problem mit Autorität hat, gerät zwischen die Fronten.
Vorerst schliesst er sich den friedliebenden "Insidern" um ihren Anführer "Vater" (Lance Henriksen) an. Doch schon bald erkennt er, das auch der nicht nur das Wasser trinkt das er predigt. Denn die Insider planen ihre Flucht - die Flucht aus Absolom.

"Flucht aus Absolom" fügt dem "Ultrahartes Gefängnis der Zukunft" Genre einen weiteren würdigen Vertreter hinzu. Robbins ist der Archetyp des humorlosen Outkasts der nur seine eigenen Regeln befolgt, und in eine ebenso vertraute "Two Tribes" Situation gerät. Diese errinnert nicht umsonst an William Goldings Klassiker "Herr der Fliegen". Das trotzdem keine bildungsbürgerliche Literaturidylle aufkommt, liegt daran das dieser Film vor allem als Videothekenfutter für die stets hungrige Actionmeute konzipiert war. Trotzdem gelingt es der Survivalaction immer wieder starke Akzente zu setzen. Zudem erreichen die Figuren jene Mindesttiefe die es dem Zuschauer erlaubt mit ihnen mitzufiebern. "Flucht aus Absolom" ist also nicht nur ein geiler Titel für einen Actionfilm, sondern auch noch durchweg solide bis überdurchschnitliche Unterhaltung.

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