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Kritik von Fred Maurer zu 'Weißensee'

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Partner von Entania
Kritik von Fred Maurer
veröffentlicht am 10.01.2017
85%
Weißensee, BRD seit 2010
Anklänge an Kains Brudermord an Abel sowie Shakespeares "Romeo und Julia"

Eine Filmkritik von Fred Maurer

"1989 - die Mauer fällt. Niemand weiß, ob die Revolution friedlich verlaufen wird..." (Eurovideo Medien)
Dieses Ausgangsszenario liefert die Folie für diese bekannte, noch immer beliebte, soeben wiederholte Fernsehserie einmal mehr mit Anklängen an das biblische Gleichnis von Kain und Abel sowie Shakespeares berühmte Liebestragödie "Romeo und Julia", deren Liebe eine Staatsgrenze und eine raffinierte Diktatur zum Opfer fällt.

Zum Inhalt (siehe 'Ziegler-Film'):
Die historische Fiktion vor faktualer historischer Kulisse dreht sich um "... zwei Familien in Ost-Berlin, die Kupfers und die Hausmanns, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Die Familie Kupfer funktioniert als mächtiges Rad im DDR-System, der Vater Hans und der älteste Sohn Falk sind hohe Offiziere im Ministerium für Staatssicherheit. Der jüngste Sohn Martin ist Volkspolizist. Die Hausmanns dagegen stammen aus dem eher kritischen Milieu. Die Mutter Dunja wird als Liedermacherin überwacht und Tochter Julia gilt als oberflächlich und politisch unzuverlässig. Die Familien Kupfer und Hausmann sind schicksalhaft miteinander verflochten, was zu existenziellen Konflikten führt. Als sich Martin in Julia verliebt, erschüttert diese Liebe die Fundamente, auf denen die beiden Familien ihr Leben aufgebaut haben. Martin und Julia stehen in der Folge im Spannungsfeld zwischen ihrer Liebe, ihren Familien und ihren Überzeugungen. Sie müssen für ein gemeinsames Leben gegen die äußeren Umstände kämpfen, welche ihre Liebe unmöglich zu machen drohen..."

Regie führte Friedemann Fromm ("Tatort"); das Drehbuch stammt vor allem von Annette Hess, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls erst 23 Jahre alt war und sicher für die Serie gründlich recherchiert hat.
Die teils prominente Besetzung besticht: Florian Lukas, Stephan Grossmann, Katrin Saß, Uwe Kockisch, Anna Loos, Lisa Wagner, Hannah Herzsprung...
Einige sind auch erst durch die Serie richtig bekannt geworden.

Mein Fazit:
Es hagelte Preise: den Bambi 2010, den Autoren- und den Deutschen Fernsehpreis 2011, den Deutschen Schauspielerpreis 2014, den Adolf-Grimme-Preis 2016 - zu Recht.
Die realistische Serie zeigt die DDR, wie sie wirklich war, hebt sich so wohltuend und lehrreich von der beschönigenden, verklärenden Folklore wie Spielfilme "Good Bye, Lenin!" von 2003 ab.
Man braucht freilich einen langen Atem, die bisher achtzehn Folgen anzuschauen, die allenfalls in zweiter Linie spannend sind.
Und ein Ende ist nicht abzusehen.

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