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Kritik von Jutta Hannecker zu 'Kokowääh'

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Kritik von Jutta Hannecker
veröffentlicht am 04.02.2011
80%
Eins muss man Til Schweiger lassen, er hat ein Händchen dafür, sich selbst die Rolle des ewigen Schwerenöters, der alles flach legt, was nicht bei drei auf dem Baum ist, auf den Leib zu schreiben. Ob es nun Ludo aus "Keinohrhasen", "Zweiohrküken" oder "Dreiohrdingens" ist oder, wie jetzt in "Kokowääh", der schnuckelige Henry, das ist eigentlich piepegal. Am Ende geht es immer um das Gleiche, nämlich die einzig wahre Liebe zurückzugewinnen. Hach, wie schön. Ganz besonders, wenn man eine gewissen Schweiger-Affinität nicht bestreiten kann.

In seinem neuen Film geht es um Henry, einen Drehbuchautoren, dem vor lauter Lotterleben die Ideen ausgegangen sind. Nur noch der Auftraggeber der Fernsehserie "Der Förster vom Spreewald" (nette Anspielung Richtung Falkenau) ist übrig geblieben. Mit Ruhm bekleckert sich Hallodri Henry damit sicherlich nicht, aber zum Zahlen der Miete reicht es gerade noch. Eines Tages wird ihm plötzlich die achtjährige Magdalena, das Produkt eines One-Night-Stands, vor die Tür gesetzt. Das Mädchen wird von Schweigers leiblicher Tochter Emma dargestellt. Die Kleine ist so eine Zuckerschnute, die mit ihrem Papa so wunderbar auf der Leinwand harmoniert, dass man schnell darüber hinwegsieht, dass sie sich mit ihrer großen Sprechrolle etwas schwer tut. Diese Nachsicht mag ein wenig mit Welpenschutz zu tun haben. Das allein ist es aber nicht, denn Klein-Emmas drolliges Spiel trifft mitten ins Herz. Henry, in dessen Kühlschrank nur Senfgurken und gähnende Leere zu finden sind, muss sich völlig umstellen. Das einzige Gericht, das er kochen kann, ist ausgerechnet "Coq au Vin". Für eine achtjährige Pizzaliebhaberin nicht nur ungenießbar, sondern auch unaussprechbar. "Wie? Kokowääh? Was ist das denn?"

Mit der Aufgabe wächst dann nicht nur Henrys Kochtalent, sondern es sprudeln auch wieder die Ideen für sensationelle Drehbücher. Natürlich dauert es nicht lange, bis sein Herz für die Kleine und, oh Wunder, für eine nie vergessene Verflossene anspringt. Wollen wir mehr von einem Til-Schweiger-Film?

Auch wenn Vieles vorhersehbar ist, was völlig egal ist, hat Schweiger doch einige Überraschungen parat. So beleuchtet er zum Beispiel aus einer recht neuen Perspektive das Thema Patchwork. Hier hat er entweder aus eigener Erfahrung oder aufgrund von guten Beobachtungen eine köstliche Variante der Streitigkeiten rund um das Thema Erziehung in sein Kokowääh-Rezept gemischt.

Auch diese Schweiger-Komödie wird wieder polarisieren, was an dem Hauptdarsteller, der auch das Drehbuch schrieb und Regie führte, liegt. Auch wenn der gute Til in diesem Film fast ein bisschen zu doll auf die Feelgood-Tube gedrückt hat, verlässt man am Ende das Kino mit einem richtig schön erwärmten Herz, was in diesen kalten Wintertagen doch einfach wunderbar ist.

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