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Kritik von Michael Scharsig zu 'Skyline'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 01.01.2011
65%
"Skyline" ist ein Filmtitel, den ich mir merken werde. Und zwar, damit ich nicht Gefahr laufe, diese Science-Fiction-Beleidigung noch einmal sehen zu müssen. Man weiß gar nicht wo man ansetzen soll in der Kritik. Da wären zum einen die ersten 15 Minuten, in denen Dinge passieren, einem dann "15 hours earlier" angezeigt wird und man nach weiteren 15 Minuten Filmlänge merkt, dass einem im Prinzip die Vorgeschichte gar nichts gebracht hat.

Die Charaktere sind blutleer und uncharismatisch, allen voran Eric Balfour. Wären da nicht die immer wieder fantastischen visuellen Effekte, hätte man wirklich das Gefühl in einem B-Movie zu sein.

Man kann gar nicht genug aufzählen, bei welchen Filmen "Skyline" so alles kopiert. Da wären zum einen einige große Monster, die an "Cloverfield" erinnern. Dann etwas kleinere die optisch und bewegungstechnisch an die Wächter der "Matrix" erinnern und suchende Fangarme benutzen wie in "Krieg der Welten". Gut, der blaue Strahl der Raumschiffe ist keine Schusswaffe, wie in "Independence Day", aber dafür in der Mitte des Bauches der Schiffe platziert. Auch die Kampfszenen Jet gegen kleine Ufos sehen aus, wie aus Roland Emmerichs Meisterwerk. Des weiteren gibt es Verwandlungserscheinungen von Mensch zu Alien, wie in "District 9".

Von zahlreichen Ideenlosigkeiten abgesehen, bleiben Fragen offen, wieso z.B. L.A. nach der Explosion einer Atombombe (oder etwas vergleichbar starkem) genauso verwüstet aussieht, wie vor der Explosion. Warum untersuchen die Aliens immer nur die Zimmer der Protagonisten? Wenn man aber rausschaut sieht man andere Hochhäuser, an denen gar keine Wesen zu sehen sind. Warum brauchen die Aliens menschliche Gehirne zur Wiederbelebung, wenn die Fangarme ihrer leblosen Körper auch so weiter danach greifen? Meine Lieblingsfrage: Wieso bekommt der Hauptdarsteller besondere Kräfte (nachdem er zu lange ins blaue Licht sah), wenn es bei allen anderen Menschen nur Anziehungskraft ausübt?

Das schlimmste aber ist das Ende des Filmes. Da merkt man dann wirklich, dass ein talentierter Drehbuchautor gefehlt hat. Ich möchte nicht zu viel verraten aber das Ende ist an Absurdität Filmen wie "Knowing" oder "Der Tag, an dem die Erde still stand" ebenbürtig.

Jedem Science-Fiction- und Alien-Invasions-Fan rate ich von "Skyline" ab. Die Spezialeffekte und der Sound sind tatsächlich großes Kino, aber mehr hat der Streifen wirklich nicht auf Lager. Mein Tipp: Auf "Battle: Los Angeles" hoffen, "Monsters" im Kino gucken und sich die DVDs von "Cloverfield" und "District 9" anschauen.

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