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Kritik von Benjamin Falk zu 'Sein Name ist Mad Dog'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 11.04.2010
70%
Diesen Film habe ich mir nur angesehen, weil Bill Murray und Robert De Niro hier mitspielen und ich die beiden zuvor noch nie zusammen in einem Film gesehen habe. Ich wusste nicht was mich erwartet und insgesamt hat mir "Sein Name ist Mad Dog" ganz ordentlich gefallen.

Zur Story: Wayne Dobie ist ein einsamer Polizist, der recht feige ist, kein besonders großes Selbstbewusstsein hat und nicht wirklich zufrieden ist mit seinem Leben. Als er in einem Kiosk auf einen Verbrecher stößt, rettet er Frank Milo damit das Leben. Milo ist ein großes Tier im organisierten Verbrechen und sehr dankbar. Er überlässt Wayne für eine Woche lang eine Frau, die für ihn arbeitet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, verlieben sich die beiden und Wayne will sie nun nicht mehr zurückgeben. Die Story ist recht simpel, hat mir aber gefallen. Dabei mischt "Sein Name ist Mad Dog" ziemlich viele Genres zusammen. Ich hatte von einer Komödie gelesen, doch das ist der Film eigentlich nicht. Hier trifft ein wenig Thriller und Gangsterfilm auf ein bisschen Komödie, einer Romanze und ein bisschen Drama. Ein ziemlich wüster Mix, der allerdings gut zusammenpasst und den Film mal zu etwas anderem macht.

Die Darsteller sind alle sehr gut. Robert De Niro spielt hier eine für ihn ungewöhnliche Rolle. Er spielt eigentlich einen Loser, der unzufrieden mit sich ist und wirkt dabei sehr glaubwürdig. Auch Bill Murray ist in einer ungewöhnlichen Nebenrolle zu sehen. Er spielt hier den Bösen, doch ist er nicht so böse, dass er einem nicht trotzdem sympathisch ist. Seine Darstellung hat mir gefallen, schade ist nur, dass er nicht seine Stammsynchro hat. Daneben hat mir David Caruso als Kollege von Wayne ebenfalls sehr gefallen und Uma Thurman spielt sehr charmant und bringt ein paar optische Reize mit ins Geschehen. Die restlichen Darsteller spielen ebenfalls gut. Die Charaktere sind zwar nicht wahnsinnig tiefgründig, doch besitzt hier jeder eine gute Figurenzeichnung und die Personen sind nicht belanglos.

Die Inszenierung ist bodenständig, bietet nichts Besonderes, ist aber solide gemacht. "Sein Name ist Mad Dog" ist sehr ruhig inszeniert und verändert sein Tempo niemals. Selbst die wenigen Schlägereien haben kein hektisches Tempo. Das passt hier aber gut und hat mir gefallen. Die Atmosphäre ist recht seltsam. So ist der Film im Kern eigentlich ernst, aber doch auch irgendwie locker und manchmal auch amüsant.

Der Unterhaltungsfaktor ist auf jeden Fall gut. Wie schon gesagt, bietet "Sein Name ist Mad Dog" mal andere Unterhaltung und gefiel mir gerade deshalb gut. Es gibt kaum Action und Spannung soweit auch nicht. Zum Großteil lebt der Film einfach von seinen Darstellern und den Dialogen. Die Liebesgeschichte ist glaubwürdig und nicht übertrieben. Warum der Film als Komödie angegeben wurde, versteh ich nicht, weil er selten wirklich lustig ist. Ein wenig trockenen Humor gibt es zwar, doch eine reine Komödie ist das hier nicht. Viele Effekte gibt es nicht, doch ein bisschen Blut darf fließen, weshalb die Freigabe ab 16 Jahren eigentlich auch berechtigt ist. Die wenigen Effekte sind gut. Der Score ist ganz passend, nichts besonderes, aber gut.

Fazit: "Sein Name ist Mad Dog" ist ein seltsamer Film, der mich wirklich gut unterhalten hat. Gerade den Darstellern ist es zu verdanken, dass die Story einen interessiert. Leute, die sich gern mal was anderes ansehen, nichts gegen ein ruhiges Tempo haben und denen von mir genannten Genres nicht abgeneigt sind, können auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.

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