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Kritik von Mario Raetzel zu 'Batman Begins'

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Kritik von Mario Raetzel
veröffentlicht am 10.08.2007
85%
"Warum fallen wir, Bruce? Um wieder aufstehen zu können!" lehrt Thomas Wayne seinem Sohn, nachdem er ihn aus einem Brunnen voller Fledermäuse gerettet hat, in den Bruce hinein gestürzt ist. Diese schmerzliche Erfahrung des Fallens muss Bruce erneut machen, als er mit eigenen Augen ansehen muss, wie seine Eltern erschossen werden und somit seine Welt für ihn zusammen bricht. Viele Jahre später sitzt Bruce im Knast, weit weg von der damals durch Bruce’s erfolgreiche Eltern in den Wohlstand gehobenen Stadt Gotham. Eines Tages taucht ein Mann namens Henri Ducard im Gefängnis auf. Bruce folgt ihm auf einen hohen Berg. Henri bildet ihn in verschiedenen Kampfkünsten aus und lehrt ihm, seinen Gegnern Furcht einzuflößen. Bei der letzten Prüfung stellt sich allerdings heraus, dass Bruce nicht den selben Idealen wie Henri folgen will, so dass es zu einem Kampf kommt und Bruce nach Gotham City flieht. Dort angekommen, muss er erkennen, dass die einst so glänzende Stadt nun von korrupten und machtgierigen Persönlichkeiten aus den höchsten Rängen beherrscht wird. Als Symbol für das Tier, das in ihm ein Kindheitstrauma hinterlassen hat und ihn zugleich an die Moral seines Vaters erinnert, bekämpft er von nun an das Böse.

Was in den vorherigen vier Tim Burton und Joel Schumacher-Filmen noch bunt und schrill aussah, wirkt hier düster und bedrohlich. Im Gegensatz zu dem meist gut aufgelegten Batman und Frauenheld, gespielt von Michael Keaton, Val Kilmer und George Clooney, der nur mit dem Kampf gegen immer neue Schurken beschäftigt war, spielt Christian Bale hier den von Zorn erfüllten Racheengel, der sich für das, was seine Eltern errichtet haben und mit ihnen verschunden ist, einsetzt: Gerechtigkeit. Dieser Film beschäftigt sich nicht wie die früheren Teile ausschließlich mit der Verbrechensbekämpfung durch den Superhelden Batman, sondern mit der Vergangenheit des Menschen Bruce Wayne und warum er zu dem geworden ist, wie wir ihn kennen. Der Film lässt sich auch dementsprechend viel Zeit, bis Batman das erste Mal fliegen darf. Auch die Gestaltung der Stadt Gotham wirkt nicht wie bei Burton und Schumacher fröhlich und hell, sondern düster und dunkel. Christopher Nolan, der mit Christian Bale, Alfred Michael Caine und Zauberrivale Hugh Jackman einen weiteren, wahrhaft zauberhaften Film entworfen hat, wagt mit Batman dasselbe, was Martin Campbell mit dem in immer unrealistischeren Spektakeln auftretenden 007 wagte: einen Neuanfang. Wie bei James Bond in "Casino Royale" wird hier die Entstehung der Figur und deren Emotionen, die seine Härte ausmachen, gezeigt. Die Frage, warum Batman ein solch ausgezeichneter Kämpfer ist, warum er mit seinem Umhang fliegen kann und wer das technische Genie hinter seiner Ausrüstung und dem legendären Batmobil ist, werden hier auf realistische Weise beantwortet.

Auch die Musik spielt hier in einer anderen Tonart. Der zwar geniale, doch für diesen Film ungeeignete, weil typisch Tim Burton zu abgehobener Komponist Danny Elfman wurde durch Hans Zimmer, der auch bei den "Simpsons" Elfmans Werk weiter ausführte, und James Newton Howard ersetzt. Die weitaus düstere, furchterregendere Musik als früher verleiht den Bildern die passende Stimmung.

Schauspielerisch spielt der Film in der ersten Liga: neben Bale und Caine überzeugen Cillian Murphy und Liam Neeson als Batmans Feinde, Katie Holmes, die ihren Durchbruch in Schumachers "Nicht Auflegen!" erreichte, als Bruces Freundin und Gary Oldman als Batmans Helfer. Letzterer liefert Batman am Schluss eine Nachricht eines neuen Schurken, gespielt von Heath Ledger, und somit den Aufhänger zu dem, aus der Sicht des Neuanfangs, zweiten Teils "The Dark Knight". Wir dürfen gespannt sein!

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