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Kritik von Michael Scharsig zu 'Der letzte Exorzismus'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 05.10.2010
75%
Lange habe ich auf diesen Film gewartet, weil er im Prinzip das kreuzt, was mich an modernen Horrorfilmen fasziniert. Handkamerastil, wie bei "Blair Witch Project" oder "Diary Of The Dead" trifft auf Exorzismus-Kult, wie in "Der Exorzist" oder der "Exorzismus von Emily Rose".

Die Story ist kurz erzählt. Ein Priester, der eigentlich gar nicht an das glaubt, was er so predigt, aber bei den Leuten beliebt und bekannt für seine Entertainment-Predigen, hat genug vom Verstellen und möchte mithilfe eines Kamerateams seinen eigenen Schwindel aufdecken. Dabei will er gleichzeitig den generellen Schwachsinn an Exorzismen beweisen. Ein Kamerateam begleitet ihn zu seinem letzten Exorzismus. Anders als erwartet, konfrontiert ihn seine "Patientin" Nell jedoch mit Dingen, denen er selbst nicht gewachsen scheint. Ein Horrortrip beginnt - vor laufender Kamera.

Der Film beginnt mit einem, für meinen Geschmack, zu langen Intro. Der Hauptcharakter, der Priester, stellt sich vor, erklärt, was er vorhat und erläutert sein Handeln. Man lernt seine Familie kennen, seine Gemeinde etc.

Bis er und sein Team beim Farmerhaus der streng katholisch erzogenen Familie landen, dauert es also eine Weile. Glücklicherweise beginnt von da an aber eine Geschichte, die Spannung durchaus aufzubauen weiß. Die Patientin Nell nervt teilweise mit ihrer blümchenhaften kindischen Freude den Priester zu sehen. Klar sollte man den Unterschied zwischen der "besessenen Phase" und der normalen erkennen, hier scheint sie einem jedoch erzwungen. Atmosphärisch ist der Film allerdings stabil und sorgt mit dem verstörten Vater von Nell, ihren kalten Augen und einer schön verrotteten Farm samt Umgebung für Gruselfeeling.

Und wo wir schon beim Hauptpunkt angelangt sind: Die Schockmomente sind rar, aber hinterlassen Eindruck. Vieles erinnert natürlich an bis dato erfolgreichere Exorzismus-Vorgänger. Das ist aber nicht schlimm, da die Tricks bis heute funktionieren. Es spritzt viel Blut, was man aber nur teilweise sieht dank der wackeligen Kamera.

Die Leistung der Darsteller ist leider nur Durchschnitt, was man aber bei Handkamerafilmen gewohnt ist, was die Filme teils auch realistischer erscheinen lässt.

Ein größerer Kritikpunkt ist in meinen Augen das Ende, was dann letzten Endes doch zuviel wollte und zu schlecht umsetzte. Zuviel möchte ich darüber allerdings auch nicht verraten.

Insgesamt ist "Der Letzte Exorzismus" ein solider Horrorstreifen mit kleineren Schwächen. Die Handkamera teils zu wackelig, das Ende zu abrupt und konstruiert und die Handlung nichts Neues. Wer aber Filme wie "Die Vierte Art", "Der Exorzismus von Emily Rose" oder "Blair Witch Project" mochte, wird auch hier gut unterhalten. Auch wenn er genau an diese Filme dann aber doch nicht ganz rankommt.

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