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Kritik von Martin Zopick zu 'Outrage'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 26.07.2017
85%
Fantasievolle Gräueltaten
Wir sind hier im Yakuza Milieu. Da, wo man sich den kleinen Finger abschneidet, wenn man sich für etwas entschuldigt. Regisseur Takeshi Kitano setzt hier wie im Titel angekündigt ausschließlich nur auf brutale Gewalt und Gräueltaten der übelsten Art. Lediglich beim optischen drapieren von Erschossenen schimmert mal kurz seine Ästhetik aus der 'Feuerblume' durch.
Verschiedene Clans bekämpfen sich wegen der Einnahmen aus Drogen und Prostitution, sowie aus dem Glücksspiel.
Wir sehen eine reine Männerwelt ohne familiären Hintergrund, in der sich die Machos durch Hahnenkämpfe gegenseitig eliminieren. Dabei geht es immer nur ums 'Gesicht verlieren' oder 'eine Lektion erteilen'.
Auf Nebenkriegsschauplätzen wird mit der Polizei verhandelt und sogar ein Botschafter wird nolens-volens mit hineingezogen. Die Männer leben in einem rechtsfreien Raum, in dem das Faustrecht gilt
Der Regisseur verkörpert hier Ötomo, einen subalternen, der nach oben will und es fast auch schafft. Das Finale ist eine einzige Ballerorgie, in der das Erschießen zum Scherzartikel verharmlost wird. Alles wird eliminiert. Nutten nach dem Nümmerchen, Boten, Subalterne, Vorgesetzte und auch Polizisten. Auch der ganz große Boss muss dran glauben und wird vom Mörder verleumdet. Ötomo muss feststellen, dass er altmodisch ist. Er geht freiwillig ins Gefängnis. Aber da ist auch vor Dolchen nicht sicher. Die eigene Karikatur wird der Lächerlichkeit preisgegeben.
Pickelhart aber durchaus unterhaltsam. Die fehlende Ironie und ein nicht vorhandener philosophischer Einschlag zeigen den Unterschied zu Tarantino. Die Menge des Blutes passt.
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