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Kritik von Martin Zopick zu '22 Bullets'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 16.07.2017
85%
Als einen Cameobezeichnet man einen kurzen Auftritt einer bekannten Persönlichkeit in einem Film. Zum Beispiel waren im Kinofilm "Starsky & Hutch" die beiden Hauptdarsteller der Serie kurz zu sehen. Die Cameo-Darsteller müssen aber nicht unbedingt Schauspieler sein, oft tauchen auch andere Prominente wie Musiker oder Sportler auf.
Der Originaltitel nennt Hauptdarsteller Jean Reno (als Charly Matteï) den 'Unsterblichen' und das trifft durchaus zu, denn er wurde bei einem Anschlag in Marseille von Kugeln durchlöchert. Sein Gegenspieler ist sein Freund aus Kindertagen Tony Zacchia (Kad Merad). Es fällt nicht leicht, ihm den großen Mafiaboss anzunehmen, denn ihm hängen immer noch die 'Sch'tis' aus der optischen Jacke.
Der familiäre Hintergrund spielt hier eine große Rolle. Dazu gehören Charlys Kinder, Frau und Oma.
Und das findet auch eine Weiterführung in Charlys polizeilicher Verfolgerin Marie Goldman (Marina Foïs), mit der er einen pfiffigen Deal macht. Beiden ist gemeinsam ihr ausgeprägter Familiensinn. Es wird gekillt, gefoltert und rasant verfolgt und das in schneller Schnittfolge und flotten Dialogen. Die staubtrockene Ermittlerin Marie Goldman bildet ein ausgewogenes Gegengewicht zum übermächtigen Paten Charly. Jean Reno gibt wie immer sein Bestes, obwohl er recht schnell wieder auf Bäume klettern kann, um in Tonys Anwesen zu gelangen. Ihm gelingt der Spagat zwischen knallhartem Gangster und einem, der das Herz am rechten Fleck hat. Als sein Anwalt Beaudinard (Jean-Pierre Darroussin) - eine Idealbesetzung oft in der zweiten Reihe - Charly gestehen muss, dass er beim Anschlag auf sein Leben damals dabei war - aber danebengeschossen hat, vergilt ihm sein Klient Gleiches mit Gleichem.
Kleine symbolträchtige Details bereichern den Thriller von Richard Berry (mit einem Cameo dabei): ein kurzer Besuch von Maria am Grab ihrer Mutter oder Donizettis Wahnsinnsarie aus 'Lucia von Lammermoor', die immer wieder zu hören ist, wenn es spannend wird oder wenn der Zuschauer Downchillen kann. Der Dialog mit seiner Katze ist nett, das oft verwendete Klischee hingegen, dass Maries Vorgesetzter ein korruptes Arschloch ist quittiert sie mit einer Ohrfeige.
Spannend, nicht übertrieben brutal, technisch brilliant kommt er ins Regal unter Family & Crime. Personality & Godfather.
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