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Kritik von Michael Scharsig zu 'Blair Witch Project'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 02.11.2011
95%
"The Blair Witch Project" ist mehr als nur ein Horrorfilm. Regissieur Daniel Myricks schuf mit seinem Pseudo-Doku-Streifen ein neues Genre, das bis heute viele weitere erfolgreiche Filme, wie "Cloverfield", "Paranormal Activity" oder "REC" hervorbrachte. Zum Glück war es das "Blair Witch Project", muss man sagen. Denn der Film ist als erster Streifen dieses Genres das perfekte Vorbild. Er spielt mit den Urängsten der Menschen. Sich alleine in einem endlosen Wald verirren, Schreie in der Dunkelheit hören, knickende Äste, lautlose Schatten und das alles auf einer Amateur-Kamera. Gruselfaktor! Noch dazu die perfekte Dokumentation von steigender Angst, Nervosität und Misstrauen seinen Mitmenschen gegenüber. Der Film liefert wirklich alles, was einen guten Horrorfilm ausmacht. Hier wird kein Blut vergossen, hier wird angedeutet. Teilweise muss der Zuschauer richtig hinhören und sich konzentrieren, um die Stimmen zu hören, die die Protagonisten wahrnehmen.

Kaum ein Film spaltete die Meinung der Kritiker so, wie Daniel Myricks Mockumentary. Sein Film erhielt insgesamt 16 Preise, gewann aber auch die goldene Himbeere für die schlechteste Hauptdarstellerin. Die Kosten für die Umsetzung des Films beliefen sich auf gerade einmal 60.000 Dollar, der größte Teil ging dabei für die Kameras und die Reise zu den Drehorten drauf. Bereits am ersten Wochenende der Veröffentlichung hatte das "Blair Witch Project" fast 30 Millionen Dollar eingespielt, Ende 1999 waren es weltweit über 248 Millionen Dollar. "The Blair Witch Project" ist damit einer der Filme mit den höchsten Einnahmen im Verhältnis zu seinen Kosten.
Völlig zurecht, denn die Inhalte des "The Blair Witch Projects" würden anders, als in Form einer Mockumentary auch nicht so wirken, wie sie es tun. Die Spannung zerrt an den Nerven, das Unwissen fesselt einen an den Kino-Sitz oder den Wohnzimmer-Sessel.

Das ganz große Highlight des Filmes ist der Endspurt mit einer Schluss-Szene, die sich gewaschen hat. Selten hörte ein Horrofilm mit einem besseren offenen Ende auf, als hier. In meinen Augen ist die Schluss-Szene im Keller eine der besten Horrorfilm-Szenen überhaupt. In jedem Fall ist der Film für das Genre des Horrors einer der wichtigsten Filme der letzten zwei Jahrzehnte, weil er schockt, intensiv ist und ein Genre geboren hat, dass auch kleinen Filmemachern die Möglichkeit bietet, sich zu beweisen. Wer Handkamera-Gewackel nicht mag oder auf tiefsinnigere Dialoge steht, kann mit diesem Film natürlich weniger etwas anfangen. Aber sieht man über gewisse Filmstile hinweg, ist "The Blair Witch Project" ein Kultfilm, dessen Name nicht mehr aus den Köpfen seiner Zuschauer verschwinden wird.

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