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Kritik von Peter Zimmermann zu 'American History X'

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Partner von Entania
Kritik von Peter Zimmermann
veröffentlicht am 28.01.2011
80%
"American History X" ist ein Film aus dem Jahre 1998. Er beschäftigt sich mit der US-amerikanischen Neonazi-Szene. Tony Kaye führte Regie, Edward Norton und Edward Furlong spielen die Hauptrollen.

Derek Vinyard, ein stark in der Szene engagierter Neonazi, stellt eines Nachts zwei bewaffnete Afroamerikaner, als sie sein Auto stehlen wollen. Als er daraufhin den einen erschießt und den anderen brutal ermordet, wird er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Dadurch erlangt er in der Neonaziszene einen Heldenstatus und auch sein Bruder Danny eifert ihm nach. Drei Jahre später ist Danny fest in der Szene verankert. Als er in der Schule durch seine rechtsextremistische Einstellung provoziert, bekommt er vom afro-amerikanischen Schulleiter Sweeney Einzelstunden unter der Überschrift "American History X". Sweeney möchte Danny zum eigenständigen Denken anregen, am ersten Tag soll er daher einen ehrlichen Aufsatz über sein großes Vorbild Derek schreiben. Am selben Tag wird Derek aus der Haft entlassen und hat sich stark verändert.
Nachdem er einen Aufsatz für die Schule provokativ unter dem Titel "My Mein Kampf" verfasst, Verweigert er sich dem Einzelunterricht, fliegt er von der Schule. Der Unterricht wird von Sweeney gestellt. Er hat keine Glatze mehr und sein Verhalten ist weniger konfrontativ; es wird klar, dass Derek sich von der Szene und ihrer Ideologie abgewandt hat. Nachdem Derek andere Mitglieder der Szene gegen sich aufbringt, setzt er sich mit Danny zusammen und beginnt in einem langen abendlichen Gespräch die Gründe für seinen Einstieg und Ausstieg aus der Szene offenzulegen. Durch seine Erfahrungen will er Danny davon abhalten, den selben Weg einzuschlagen.

Der Film scheint zu Beginn den Rechtsradikalismus zu verherrlichen, diese Stimmung schlägt dann jedoch schnell um und der Film wandelt sich zu einer schonungslosen Anprangerung des Faschismus. Unbeschönigt zeigt der Film Gewalt in zahlreichen Weisen. Der Film schockiert mit seiner ungeschönten Darstellung der Geschehnisse. Die Geschichte kritisiert darüber hinaus das Verfolgen einer Ideologie ohne sie zu hinterfragen. Die Leistung die Edward Furlong und Edward Norton erbringen, Edward Norton trainierte seinen Körper zweieinhalb Monate lang, ist fabelhaft. Das Ende des Films versetzt einem dann aber einen Schlag in die Magengrube und überrascht total. Dieser Film ist bestimmt nichts für Empfindliche, aber unbestritten ein grandioses Meisterwerk.

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