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Kritik von Benjamin Falk zu 'Tin Cup'

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Partner von Entania
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 09.10.2010
85%
Ich hatte mal wieder Lust auf "Tin Cup", ein Film, der mir nach wie vor sehr gut gefällt und den ich nun auch mal kritisieren möchte.

Die Handlung ist sehr simpel. Es geht um einen Mann, der einen ziemlichen Losertypen darstellt. Er lebt weit abgeschieden von allen und erteilt Golfunterricht. In Wirklichkeit ist er selbst auch ein sehr guter Spieler, aber er hatte vor Jahren eine Gelegenheit verkorkst, besser zu sein. Eine Frau nimmt bei ihm Unterricht, kurz danach kommt noch ein alter Spielerkollege von ihm, der ihn fragt ob er sein Caddy sein will. Durch diese Provokation angespornt fängt er wieder an professionell Golf zu spielen und daneben gibt es natürlich auch noch eine Liebesgeschichte. Die Frau, der er Unterricht gibt, ist nämlich die Freundin des alten Golfkollegen.
"Tin Cup" ist eine ziemlich vorhersehbare Sportkomödie, die sich an alle Regeln des Genres hält. Wie das Geschehen ausgeht ist von Anfang an klar, dass es ein Happy End geben wird und der Mann die Frau kriegt, weiß man sofort. Es gibt nichts Unkonventionelles. Das liest sich nun negativ, ist es aber rein gar nicht. Diese Konventionen wurden nämlich geschickt umgesetzt. So ist z.B. das Finale, das Golfspiel, sehr geschickt gemacht und zeigt wie man ein vorhersehbares Happy-End auch mit einer Überraschung umsetzen kann.

Natürlich liegt es auch an den Darstellern weshalb "Tin Cup" so gut funktioniert. Kevin Costners große Zeiten sind leider vorbei, dabei ist er ein sehr guter Darsteller. Er spielt einfach sehr sympathisch und es macht Spaß ihm zuzusehen. Rene Russo spielt ebenfalls sehr gelungen und die Chemie zwischen ihr und Costner stimmt einfach. Don Johnson darf ein richtiges Arschloch spielen und macht dies großartig. Wer mir ebenfalls richtig gut gefiel war Cheech Marin als Sidekick. Es macht einfach Laune die ganzen Darsteller zu sehen und auch die restlichen machen ihre Arbeit mehr als souverän.
Die Figurenzeichnung ist recht simpel gestrickt. Das macht aber nichts. Ich empfand die Charakterisierung als durchaus gelungen, alle Figuren sind irgendwie sympathisch und das Handeln ist nachvollziehbar. So kann man also auch aus mehr oder weniger Stereotypen ordentliche Charaktere schaffen.

Die Inszenierung ist gelungen. Die Golfspiele sind schön gefilmt und machen diesen Sport auch interessant. Sowieso ist es die Mischung, die "Tin Cup" sehr gut macht. Klar, es geht um Golf, aber eigentlich ist dieser nur eine Nebensache. In erster Linie geht es nämlich um die Dreiecksbeziehung und der Liebesgeschichte. So ist "Tin Cup" auch für Leute interessant, die mit dem Sport Golf nichts anfangen können. Ebenfalls schön ist, dass der Golf hier nicht als albern dargestellt wird und der Sport ernst genommen wird.
Die Atmosphäre ist großartig. Man hat es hier mit einem waschechten Feel-Good-Movie zu tun. Von Anfang an fühlt man sich gut, der Film ist amüsant und locker. Der Tiefgang kommt, obligatorisch, natürlich vor, wurde aber glaubwürdig gesetzt und am Ende freut man sich einfach über das Happy-End.

Der Unterhaltungsfaktor ist nahezu perfekt. Mit 130 Minuten ist "Tin Cup" alles andere als kurz, aber irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug. Die Zeit wurde gut genutzt, mir wurde niemals langweilig. Es gibt viel Humor, über manche Dinge kann man schön lachen, aber auch die Dialoge sitzen perfekt und haben viel Wortwitz. Die Golfspiele wurden spannend inszeniert. Die Liebesgeschichte wirkt nicht aufgesetzt und ist mehr oder weniger glaubwürdig. Eigentlich stimmt hier alles.
Daneben muss natürlich noch der mehr als passende Score erwähnt werden. Die Musik ist perfekt ausgewählt und macht Laune.

Fazit: "Tin Cup" ist eine Sportkomödie, die auch Leute begeistern dürfte, die nichts mit Golf anfangen können. Die Darsteller sind toll aufgelegt, versprühen viel Charme und die Figurenzeichnung ist gelungen. Handwerklich ist alles top gemacht und der Score passt perfekt. Für mich ein sehr gelungener, einfach toller Gute-Laune-Film.

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