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Kritik von Gerald Holmer zu 'Einer flog über das Kuckucksnest'

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Kritik von Gerald Holmer
veröffentlicht am 09.09.2017
90%
"Einer flog über das Kuckucksnest" (Originaltitel: "One flew over the Cuckoo's nest") ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Tschechen Miloš Forman aus dem Jahr 1975. Der Streifen beruht auf dem Roman von Ken Kesey (1962).

Kleinganove McMurphy (Jack Nicholson) täuscht eine psychische Erkrankung vor, um einer unangenehmeren Gefängnisstrafe wegen der Verführung einer Minderjährigen zu entgehen. In einer Heilanstalt soll nun sein Geisteszustand genauer überprüft werden. Auf der Station, in die er kommt, besteht das Leben der Insassen hauptsächlich darin, in Gruppentherapien und der Einnahme von Medikamenten ihre mentalen Erkrankungen in den Griff zu bekommen. Durch diese Routine-Abläufe beginnt McMurphy schnell sich zu langweiligen. Er organisiert deshalb Ausflüge, Geldspiele und Wetten. Unter anderem scheitert er mit der Wette, einen schweren Waschtisch hochzuheben und durch das vergitterte Fenster zu werfen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihm und dem Indianer Chief Bromden (Will Sampson), welcher zunächst taubstumm zu sein scheint. Doch McMurphy hilft ihm, aus seiner Lethargie auszubrechen. Nach und nach beeinflusst er auch die anderen Patienten und stachelt sie dazu an, sich mehr gegen das Anstaltspersonal aufzulehnen, welches der sadistischen Oberschwester Rachel (Louise Fletcher) überhaupt nicht in den Kram passt. Bei einer weiteren Gruppensitzung kommt es zu einer Schlägerei McMurphys mit einem Aufseher, bei der ihm Chief Bromden zu Hilfe kommt. Beide werden samt einem dritten Insassen mit Elektroschocks bestraft. Indianer Bromden erzählt McMurphy plötzlich von seinem Plan, aus der Anstalt auszubrechen und nach Kanada zu fliehen. Auch er, McMurphy selbst, möchte ausbrechen und so organisiert er die Flucht, doch der Plan geht schief und es kommt letzten Endes zum Eklat.

Ein Film, den man kaum besser hätte produzieren können, auch wenn er sich in einigen Punkten von der Romanvorlage unterscheidet. Im Buch wird etwa die Geschichte aus der Sicht des Indianerhäuptlings Bromden erzählt. Zurecht erhielt er aber jede Menge Auszeichnungen in den Jahren danach. Trotz der Tragik gibt es einige spaßige Momente und man hat den Eindruck, die Leute in dieser Psychiatrie sind nicht bekloppter als die Menschen außerhalb. Das Wort "cuckoo" bezeichnet in der us-amerikanischen Umgangssprache übrigens einen Verrückten, somit kann man "Cuckoo's Nest" durch als Symbol für die Irrenanstalt deuten.

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