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Kritik von Gerald Holmer zu 'The Last Samurai'

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Kritik von Gerald Holmer
veröffentlicht am 22.09.2017
100%
"Last Samurai" (Originaltitel: "The Last Samurai") ist ein Historienfilm des US-amerikanischen Regisseurs Edward Zwick aus dem Jahr 2003. Der Film spielt hauptsächlich im Kaiserreich Japan zur Zeit der Aufstände der ehemaligen Bushi (Kämpfer) zwischen 1868 und 1877.

Der amerikanische Bürgerkriegsheld Hauptmann Nathan Algren (Tom Cruise) ist seit dem großen Indianerfeldzug von General Custer ein von Schuldgefühlen geplagtes Wrack. Nur mit Alkohol kann er seine Depressionen und Albträume über getötete Frauen und Kinder einigermaßen ertragen. Eines Tages bekommt er Besuch von seinem ehemaligen Waffengefährten und Ausbilder Sergeant Gant (Billy Connolly). Der macht ihm ein verlockendes Angebot in Übersee: Er soll die schwache japanische Armee modernisieren und ausbilden, da die Samurai sich unter der Führung des Regionalfürsten Katsumoto (Ken Watanabe) gegen die modernen Einflüsse der westlichen Welt und gegen die Berater des Kaisers erheben. Nachdem die Samurai eine Eisenbahnlinie angegriffen haben, wird die Armee mobilisiert. Algren spricht sich dagegen aus, da die Soldaten noch lange nicht für ein Gefecht bereit seien. In einem Wald stellt sich die kaiserliche Armee schließlich Katsumotos Truppen. Die Schlacht endet in einer verheerenden Niederlage, in der die kaiserlichen Truppen aufgerieben, Sergeant Gant getötet, Algren schwer verwundet und gefangengenommen wird. Der Fürst erkennt das Kämpferherz und den Überlebenswillen Algrens und lässt ihn in sein entlegenes Dorf bringen. Dort wird er von Katsumotos Schwester Taka (Koyuki) gesund gepflegt, deren Ehemann Algren im Kampf getötet hatte. Zuerst weigert sie sich, aber dann kommen sich die beiden immer näher. Nach und nach lebt sich Algren in der Gemeinschaft ein und ist bald von der Philosophie der Samurai und deren Disziplin derart fasziniert, dass er sich ihnen anschließt. Bei einem Ninja-Angriff im Dorf rettet Algren schließlich Katsumoto und seiner Familie das Leben und gewinnt dadurch den Respekt der Samurai. Bei Frühlingsbeginn bringt Katsumoto Algren persönlich nach Tokio zurück. Während Algren ein neues und weitaus besseres Heer mit modernen Waffen in Tokio vorfindet, sucht Katsumoto seinen Herren, den Tenno (Shichinosuke Nakamura) auf. Trotz seines Widerstandes ist Katsumotos Ehrerbietung gegenüber seinem Herren äußerst hoch. Katsumoto kämpft nicht aus persönlichen Motiven, sondern zum Schutz des japanischen Volkes vor zu vielen und zu schnellen Veränderungen. Er will die japanische Kultur erhalten. Doch der Kaiser ist schwach und der eigentliche Herrscher ist sein Berater Omura (Masato Harada), der massiv von den Veränderungen profitiert. Letzten Endes kommt es zu einer entscheidenden Schlacht zwischen den Samurai und der hochgerüsteten, kaiserlichen Armee.

Toller Historienfilm mit guten Darstellern und einer spannenden Handlung, auch wenn die Geschichte an ein Hollywood-Publikum angepasst wurde und daher historische Ungenauigkeiten enthält (beispielsweise ist nicht belegt, dass Ninjas schwarze Anzüge und sogenannte Ninjatos besaßen, die typisch japanischen Schwerter). Auch schön zu beobachten ist hierbei die Darstellung von Toleranz und Respekt gegenüber einer fremden Kultur, trotz einiger Vorurteile, die man hat, wenn man die Anderen eben nicht kennt.

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