foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Martin Zopick zu 'Blutige Hochzeit'

WERBUNG
Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 04.03.2018
70%
Ein solide gemachter Krimi des Altmeisters Chabrol. Wenn man sagt, er habe wieder auf die bürgerliche Gesellschaft mit Satire reagiert, kann man das nicht gleich nachvollziehen. Hier sehen sich zwei nicht miteinander verheiratete Liebende Lucienne und Pierre in ihrem Glück beeinträchtigt und beseitigen den und die, die ihnen dabei im Wege stehen. Er (Michel Piccoli) hat eine leidende Frau, die am Leben jegliche Freude verloren hat, sie (Chabrols Ehefrau Stéphane Audran) ist mit dem Bürgermeister liiert, der sie vernachlässigt und nur Politik und Mehrung seines Reichtums im Sinn hat.
So oder so ähnlich könnte sich die beiden Mord zugetragen haben. In echter Chabrol-Manier gibt es im Plot diverse ernüchternde Überraschungen. Beim Mord an Pierres Ehefrau Clotilde (Clotilde Joano), die der Audran verteufelt ähnlich sieht, muss man schon genau aufpassen und hinhören, wenn man ihn überhaupt mitbekommen will. Bei Luciennes Ehemann Paul (Claude Piéplu) haut Pierre schon eher mal kräftig zu.
Bemerkenswert an diesem Mittelstandkrimi ist die sexuelle Anziehungskraft der beiden Liebenden. Selten wurde das Jucken des Geschlechts prickelnder zelebriert wie hier von Piccoli und Audran. Durch den Brief von Luciennes Tochter an die Polizei kommt die Aufklärung des Falles in Gang, wobei ihr Motiv höchst fragwürdig ist. Zuvor wurden wir überrascht, als sich das Trio im Schilf traf und Paul völlig anders als erwartet reagiert hat: verständnisvoll und ermunternd.
Überraschend auch das Geständnis der beiden und ihr Unverständnis auf die Frage des Kommissars, warum sie nicht einfach weggegangen sind. Soll das etwa die heimatbezogene Ortsansässigkeit der bürgerlichen Gesellschaft betonen?
Eine echte Hochzeit war es höchstens im übertragenen Sinn und nur eine der beiden Befreihungsszenen war blutig. Die schauspielerische Leistung macht den Film allerdings interessant. Das ernüchternde Ende reicht nur zu einem 'Na ja!'
War diese Kritik hilfreich?
1 von 2 Besuchern fand diese Kritik hilfreich.
 
weitere Kritiken zu diesem Film
Neben obiger Besprechung gibt es noch keine weiteren Kritiken - möchtest Du Deine eigene Meinung loswerden? Hier erfährst Du, wie:
Eigene Kritik schreiben
Weitere Kritiken in der aktuellen Übersicht oder im Archiv
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k8TN
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2018 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen