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Kritik von Frederik Braun zu 'Matrix'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 17.02.2009
65%
"Matrix" ist vielleicht einer der überschätztesten Filme der 90er Jahre. Damit will ich den Film jetzt nicht schlecht reden. Im Gegenteil: Die philosophische Grundidee der Wachowski-Brüder ist intelligent und filmisch gesehen revolutionär. Die Umsetzung wird dem Grundgedanken allerdings nur teilweise gerecht.

Die erste Hälfte von "Matrix" kann durchaus überzeugen. Die Idee, dass sich unser Leben auf der Erde in einer Scheinwelt abspielt, regt in der Tat zum Nachdenken an. Doch mit der Zeit verliert sich der Film im Dschungel des Entertainment-Kinos. Das Ende besteht nur noch aus Action rund um eine eigentlich zweitrangige Handlung. Denn statt sich weiter auf ihre dystopische Grundidee zu konzentrieren, setzen die Wachowski-Brüder, dem kommerziellen und damit finanziellen Erfolg entgegenstrebend, auf das altbewehrte Hollywoodrezept mit Held, Mädchen und Bösewicht. Die beiden Regisseure verpassen damit die Chance aus dem Stoff ein originelles Meisterwerk zu kreieren und können sich daher nicht hinter Anti-Mainstream-Legenden wie Stanley Kubrick einreihen.

Das größte Problem von "Matrix" sind allerdings die langweilig monotonen Charaktere. Selbst der Protagonist, der ja den eigentlichen Bezugspunkt für den Zuschauer bilden soll, wirkt durch Keanu Reeves' uninspiriertes Schauspiel flach und schafft daher keine Basis, um mit ihm zu sympathisieren. Die interessanteste Figur ist da noch der von Hugo Weaving verkörperte Gegenspieler.
Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass die Stereotypisierung der Charaktere zwecks satirischer Überzeichnung beabsichtigt ist, dafür ist mir "Matrix" aber zu wenig Satire und zu viel Entertainment-Kino - ein ideales Gegenbeispiel für einen guten Mix aus dystopischem Drama und Science-Fiction ist "Equilibrium" mit Christian Bale, den ich von der Inszenierung her sowieso deutlich besser finde und nur weiterempfehlen kann.

Fazit: Trotz harter Kritik ist "Matrix" ein durchaus sehenswerter Film mit hohem Unterhaltungsfaktor. Optisch überzeugt der Film mit einmaligen Special- und Visual-Effects und einem tollen Bild. Aus der komplexen Grundidee hätte man allerdings wesentlich mehr herausholen können.

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