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Kritik von Elke König zu 'Die Jacksons - Ein amerikanischer Traum'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Elke König
veröffentlicht am 12.07.2009
90%
Joe und Katherine Jackson (Angela Bassett) heiraten und leben in Gary, Indiana. Es ist von Armut und Verzicht geprägt, dennoch bekommen sie insgesamt neun Kinder.

Joe Jackson selbst spielt gern in einer Band, aber er hat kein Talent. Da er aus der Armut ausbrechen will, treibt er seine Söhne an, Musik zu machen. Mit außergewöhnlicher Strenge und Härte zwingt er sie zu Proben und Auftritten. Die Kinder haben keine Zeit für Freunde oder ein normales Leben. Einzig der Musik und Joes Wunsch, endlich aus der Armut herauszukommen und Ruhm zu erlangen, ist zu verdanken, dass die "Jackson Five" in den 60er und 70er Jahren berühmt werden. Er erkennt in seinem Sohn Michael ein wahres Stimm- und Tanztalent, und Michaels Charme ist es auch zu verdanken, dass sie einen Plattenvertrag bei Motown erhalten.

Aber die Kinder werden größer, können trotz der Zeitnot Liebesbeziehungen pflegen und heiraten einer nach dem anderen. Ende der 70er Jahre zerbricht die Band endgültig und nur noch Michael bleibt zu Hause. Und genau er ist, der der Familie Jackson zum Ruhm verhilft - mit seinem grandiosen Erfolg.

Doch Joe Jackson merkt, dass er mit seiner Tyrannei und seiner ungewöhnlichen Härte die Familie auseinandergetrieben hat.

Mein Fazit: Völlig außer der Reihe hat VOX diesen Film mit ins Programm genommen, und so sind wir eher zufällig auf den Film gestoßen, über den es im Internet auch kaum Informationen gibt. Ich hoffe, ich kann diese bei Gelegenheit noch nachholen.

Gezeigt wird das Leben der Jacksons und der Aufstieg und Zerfall der "Jackson Five". Da ich vor einigen Jahren schon eine Biografie über Michael Jackson gelesen habe, habe ich alles in dem Film wiedergefunden, was wirklich passiert ist. Sicher mag das eine oder andere etwas verzerrt dargestellt worden sein, so auch die Strenge von Joe Jackson. Sie wurde im Film etwas abgemildert, in Wahrheit war er viel härter und brutaler.

Im Film wird ganz deutlich, welche Spuren der Erfolg in der Seele eines Kindes hinterlässt, die ständigen Touren und Auftritte, kaum Zeit für Freunde und die Schule haben die Kinder oftmals völlig übermüdet besucht. Andersherum wurde auch sehr gut dargestellt, wie die Fans ihren Teil zu dieser Kindheit beigetragen haben. Alle, der Vater, Motown und auch die Fans haben diesen Erfolgsdruck ausgeübt, und dennoch haben sie es nicht geschafft, über die familiären Grenzen hinweg erfolgreich zu bleiben.

Ein Film, der unter die Haut geht und alle Facetten des Ruhms zeigt: Harte Arbeit, Verzicht, Demut - aber auch unendliche Befriedigung, auf der Bühne zu stehen und zu singen. Ich kann diesen Film empfehlen, zeigt es doch auch, warum Michael Jackson letztendlich so eine tragische Figur geworden ist.

Von mir bekommt er 90% und ich würde ihn gern noch einmal sehen.

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