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Kritik von Martin Zopick zu '50 Dead Men Walking'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 07.09.2011
70%
Mehr als die erste halbe Stunde braucht man, um Freund und Feind einzuordnen. Aber wenn man das durchgestanden hat, erlebt man einen durchaus spannenden Irland-Krimi. Das Hineinkommen ist ähnlich umständlich, wie das Verständnis des Originaltitels. Es ist hilfreich, wenn man zwischen IRA, UDF und MI5 unterscheiden kann und es einem gelingt, die Mittelsmänner herauszufiltern. Dabei helfen aber auch noch die beiden zentralen Figuren, die von Jim Sturgess (als der Ire Martin McGartland) und Ben Kingsley (als Fergus der Tommy mit vollem Haupthaar!) sehr unterschiedlich aber eindrucksvoll dargestellt werden. Der Weg, wie es zu dem Seitenwechsel kommt, wird nicht besonders deutlich geschildert. Ebenso ab wann und wieso es den englischen Besatzern dämmerte, dass Martin ein Spitzel ist. Dafür wird mehr Wert auf das soziale Umfeld (Mutter, schwangere Freundin, Geburt etc.) gelegt. Es soll ja wohl auch eher die Verfilmung der Biographie des Martin McGartland sein. Alles in allem ist das menschlich anrührend und wird echt tragisch geschildert mit der ganzen Brutalität, die beide Seiten in diesem Konflikt angewendet haben.
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