Eine Liebeskomödie, die vor allem mit viel Gefühl und Witz überzeugt. Der Film spiegelt aber auch das Drama über einen Messie wieder, was im deutschen Fernsehen nicht so häufig thematisiert wird. Sandra hat den Zwang, nichts wegwerfen zu können, und die Angst, dass es jemand entdecken könnte. Aber auch ihr Filmpartner
Oliver Mommsen alias Siegfried hat ein Geheimnis, das in Gefahr gerät, als ihm die Liebe dazwischen funkt.
Der Film ist liebevoll gemacht und es ist einfach goldig, Dennis (Junis Noreick) zuzuschauen. Gut fand ich auch die russische Putzfrau. Der Film geht ans Herz, ist lockerleicht dargestellt und man kann hier einfach mal die Seele baumeln lassen und seine Sorgen vergessen. Sie kommen schon früh genug wieder.
Die Geschichte ist nicht neu. Mit "Der Typ, 13 Kinder und ich" bekam man die gleiche Grundgeschichte aufgetischt. Aber so identisch die Filme auch sind, sie sind auch verschieden. Wobei dieser hier mehr Gefühl hat.
Der Film stellt meiner Meinung allerdings das Berufsbild der Anwälte völlig falsch dar. Aber mit einem hat Siegfried Hübner Recht: Eine Wohnung kann man nur aufgrund eines Räumungstitels räumen lassen und nicht lediglich aufgrund einer Räumungsklage. Da kann man noch etwas lernen.