Zwei Superstars sind noch lange keine Garantie für einen guten Film. Im Gegenteil, dieser hier ist an unlogischer Inkonsequenz kaum zu übertreffen. Geht fast schon in Richtung dämlicher Schwachsinn. Das wäre immerhin wenigstens schon mal eine Richtung, denn der Film selbst hat keine.
Ein arriviertes Ehepaar, er, Gynäkologe, (
Gérard Depardieu) wandert mit Ehefrau (
Fanny Ardant) nach Israel aus. Er wollte eigentlich gar nicht, bis sie mit Scheidung droht. Dort angekommen tritt Murphys Gesetz in Kraft: alles was schief gehen kann, geht schief: keine Wohnung, kein Job, Hab und Gut im Meer versenkt, Sprachprobleme, er muss sich beschneiden lassen und schließlich geht Gisèle auch noch fremd. Schlimmer geht's nimmer.
Diese Realität ist nicht mehr witzig, es ist nur noch peinlich, keine Werbung, um nach Israel auszuwandern. So warten die Zuschauer geschlossen darauf, dass Alain endlich sagt 'Jetzt reicht's! Wir fahren nach Hause! ' Und als er dann tatsächlich so weit ist, will er plötzlich doch nicht mehr. 'Ach was! ' hätte Loriot dazu bemerkt. Sie, die immer bleiben wollte, setzt sich durch, obwohl sie kurz zuvor bereit war, nach Frankreich zurückzukehren. Unklar wieso. Aus Liebe? Im Bett läuft bei den beiden aber seit Jahren nichts mehr. Dann kann es nur Agape oder Philia sein, vielleicht sogar die gute alte Minne. Die 10% gibt's nur für den wunderschönen Song von Jacques Dutronc 'Paris s'eveille'.