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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Ali G Indahouse'

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Ali G Indahouse
Poster zu "Ali G Indahouse"Kinostart Deutschland: 05.09.2002

Komödie, Thriller

Großbritannien 2002, ca. 87 min.

FSK: ab 12, £ 5 Mio. Budget
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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann, veröffentlicht am 12.09.2002
Eigentlich will Ali G. ja nur das Freizeitcenter für Kinder in seinem Heimatort Staines vor dem Abriß retten, aber daß er dafür gleich ins englische Parlament einziehen muß, damit hätte er selbst wohl am wenigsten gerechnet. Es scheint jedoch der einzige Weg zu sein, etwas gutes für die Kinder zu tun, daher wagt Ali sich in den Käfig der Löwen.

Wenn Ali G. (Sacha Baron Cohen) sich aussuchen könnte, wie er sein Leben lebt, wäre er ein Gangleader irgendwo an der amerikanischen Eastcoast. Leider aber lebt er in einem kleinen englischen Kaff mit dem Namen Staines, und die Mitglieder seiner Gang kann man an einer Hand abzählen. So hart und machohaft er sich auch gibt, in seinem inneren hat er doch einen weichen Kern, und seiner Freundin Me Julie (Kellie Bright) ist er treu durch dick und dünn.
Sein schönes, einfaches Leben als Arbeitsloser endet an dem Tag an dem er erfährt, daß das Freizeitcenter für Kinder, in dem er die Kleinen auf das harte Alltagsleben auf der Straße vorbereitet, abgerissen werden soll. Wie durch das Schicksal vorherbestimmt erreichen seine Ansprachen, obwohl diese alles andere als rhetorische Meisterleistungen sind, bald auch die großen Politiker. Der Minister David Carlton (Charles Dance) will ihm sogar eine Chance in seiner Partei geben, und solte er die anstehenden Wahlen in seinem Wahlkreis gewinnen, wird er sogar ins Parlament einziehen.
Natürlich hat David Carlton einen fiesem Hintergedanken, als er Ali zum Wahlkampf aufstellt: er will erreichen, daß sein Vorgesetzter, der Premierminister, sich bis auf die Knochen blamiert und zurücktreten muß, damit er in seine Position nachrücken kann. Aber Ali schlägt sich besser als erwartet!

Zugegeben: anspruchsvolle Unterhaltung darf man bei diesem Film sicher nicht erwarten, aber witzig ist er schon. Es geht ein bißchen Richtung Erkan und Stefan, nur wird Ali G. auch gerne ein gutes Stückchen böser als diese beiden. Oder anders ausgedrückt: wo Erkan und Stefan aufhören, fängt Ali G. erst an. In seiner britischen Heimat ist Sacha Baron Cohen in der Rolle des Ali G. schon ein Superstar, und auch der Film war dort ein Erfolg. Ob er auch hierzulande die Kinos füllen wird bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall bekommt man das, was man erwartet, wenn man vorm Kino steht und sich vom Titel und dem Plakat vor die Leinwand leiten läßt: nette Kinounterhaltung, zwar ohne Tiefgang und sicherlich für die meisten auch ohne bleibenden Wert, dafür aber auch ohne Langeweile.

Wertung von Heinz:
 65%
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3 von 4 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
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