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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Schmeiß die Mama aus dem Zug'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 13.05.2018
80%
Als einen Cameobezeichnet man einen kurzen Auftritt einer bekannten Persönlichkeit in einem Film. Zum Beispiel waren im Kinofilm "Starsky & Hutch" die beiden Hauptdarsteller der Serie kurz zu sehen. Die Cameo-Darsteller müssen aber nicht unbedingt Schauspieler sein, oft tauchen auch andere Prominente wie Musiker oder Sportler auf.
Vor allem in den 1980er Jahren zählte Danny DeVito mit Filmen wie "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten", "Zwei Superpflaumen in der Unterwelt", "Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone", "Tin Men - Zwei haarsträubende Rivalen" und "Twins - Zwillinge" zu den Top-Komikern in Hollywood und hatte sogar Cameo-Auftritte in den Musikvideos von Ray Parker Jr.'s "Ghostbusters" und Billy Oceans "When the Going Gets Tough, the Tough Get Going". Mit "Schmeiß' die Mama aus dem Zug!" debütierte DeVito 1987 auch als Kinoregisseur, nachdem er bereits fürs Fernsehen einige Filme und Serienfolgen inszeniert hatte. Nun erscheint die rabenschwarze Komödie, in der DeVito an der Seite von Billy Crystal auch die Hauptrolle spielt, erstmals auf Blu-ray.
Es läuft alles andere als gut für den Schriftsteller Larry (Billy Crystal). Seit Jahren hat er kein Buch mehr veröffentlicht, bei seinem neuen Roman kommt er über die ersten Worte "Die Nacht war ..." nicht hinaus. Zu allem Überfluss hat seine Ex-Frau Margaret (Kate Mulgrew) sein letztes Werk geklaut, unter ihrem Namen veröffentlicht, damit einen Bestseller gelandet und genießt ihren Ruhm in ihrer Luxus-Villa auf Hawaii und bei Oprah Winfrey, wo sie über ihre Befreiung als Künstlerin spricht, nachdem sie aus dem Gefängnis ihrer Ehe ausbrechen konnte. Auch sein Agent Joel (Rob Reiner) hat die Zeichen der Zeit erkannt, lässt Larry fallen und vertritt nun Margaret. So schlägt sich Larry als Dozent für kreatives Schreiben mit Erwachsenen herum, die weit davon entfernt sind, großartige Literatur zu verfassen. Als Larry in einem seiner Kurse davon spricht, seine Ex-Frau umbringen zu wollen, ist Owen (Danny DeVito) ganz Ohr, denn er selbst würde am liebsten seine kratzbürstige, tyrannische Mutter (Anne Ramsey), mit der er zusammenlebt, unter der Erde sehen. Als sich Larry und Owen über ihr Dilemma unterhalten, macht Larry den Möchtegern-Schriftsteller darauf aufmerksam, dass ein Verbrechen nur funktioniert, wenn das Motiv aus dem Weg geräumt wird, und gibt ihm den Tipp, sich Hitchcocks "Der Fremde im Zug" anzusehen. Danach macht sich Owen unverzüglich daran, nach Hawaii zu fliegen und Margaret umzubringen. Natürlich verlangt er danach von Larry, im Gegenzug seine Mutter zu töten ...
Nach dem Drehbuch von TV-Serienschöpfer Stu Silverhat US-Star-Komiker Danny DeVito mit "Schmeiß' die Mama aus dem Zug!" eine bitterböse und schwarzhumorige Variante von Alfred Hitchcocks Spannungsklassiker "Der Fremde im Zug" inszeniert und mit Billy Crystal ("Harry und Sally", "Reine Nervensache") den kongenialen Partner an seine Seite gestellt. Bereits in den Anfangsszenen, in denen Larry mal wieder stundenlang verzweifelt nach einer passenden Vollendung des ersten Satzes seines neuen Romans sucht und Owen von seiner garstigen Mutter herumkommandiert wird, macht DeVito als Regisseur die Mordmotive deutlich. Wie sich die Owen und Larry schließlich über die Umsetzung ihrer Pläne austauschen, wobei Owen eindeutig die treibende Kraft darstellt, während Larry sich eher überrumpelt fühlt, ist sehr launisch mit originellen Ideen erzählt, wobei vor allem auch die kurz nach den Dreharbeiten verstorbene Anne Ramsey ("Die Geister, die ich rief", "Homer und Eddie") überzeugend als prädestiniertes Mordopfer agiert. Dazu sorgen Kim Greist als Larrys Freundin und Kate Mulgrew für einige ansehnliche weibliche Akzente in der Männerkomödie, die einfach nur Spaß macht.
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