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Kritik von Daniel Broz zu 'Es - Wovor hast du Angst?'

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Kritik von Daniel Broz
veröffentlicht am 09.09.2017
100%
Ein Remake ist eine Neuverfilmung eines bereits existierenden, meist mehrere Jahrzehnte älteren Films.
1990 sah ich als junger Heranwachsender die Aufzeichnung von Stephen Kings "Es". Dieser Film und insbesondere die Darstellung des Clowns Pennywise von Tim Curry verfolgte mich in meinen Erinnerungen noch viele Jahre danach. Unvergessen die Dusch-Scene, in der der Asthmatiker Eddie Kaspbrak eine unheilvolle Begegnung mit dem Clown hatte. Man kann durchaus sagen, der Film hat seine Spuren hinterlassen.

Als ich dann aber die News laß, Stephen Kings "Es" würde neu verfilmt werden, war ich zuerst skeptisch. Das Original hatte in meiner Liste der besten Horrorfilme einen hohen Stellenwert. Nach der Sichtung jedoch muss ich meine Bedenken zur Seite wischen. Der Film hat einfach alles, was das Genre-Herz höher schlägen lässt: Grusel, Drama, Witz und Charme.

War es im ersten Teil noch die Darstellung von Pennywise, so ist es im zweiten Teil besonders der Kinder-Cast, der nicht besser hätten gewählt werden können. Am besten hat mir hier Finn Wolfhard als Richie Tozier, bekannt aus der Netflix-Serie "Stranger Things", gefallen. Seine lockeren Sprüche sind eine willkommene Abwechslung zum extrem furchteinflössenden Clown.

Vorbei die Zeiten, in denen Special Effects mehr schlecht als recht waren. Das Remake geht hier ordentlich zur Sache. Man merkt, dass das Budget mächtig angehoben wurde, um etwas Großartiges zu produzieren. Und das hat sich gelohnt. Das hier viel mit CGI gearbeitet wurde, was auch notwendig war, um das Setting so richtig unheimlich wirken zu lassen, fällt kaum auf. Das Gesamtbild ist ungewohnt stimmig und erzeugt eine extrem bedrohliche Atmosphäre.

Dabei hat auch der Clown, dargestellt von Bill Skarsgård einen sehr großen Anteil. Die Kostümierung, das dämonische Grinsen und überhaupt sein ganzes Erscheinungsbild lässt das Blut in den Adern gefrieren. Noch jetzt habe ich Gänsehaut. Kaum denkt man, etwas verschnaufen zu können, springt auch schon der nächste Jump Scare dem geneigten Zuschauer förmlich ins Gesicht. Der Score tut sein Übriges, inszeniert von Benjamin Wallfisch. Stellenweise erinnerte er mich an die Sounduntermalung in Denis Villeneuves "Sicario", komponiert von Jóhann Jóhannsson.

Alle Genre-Fans, die nach dem besonderen Filmerlebnis suchen, sind hier goldrichtig. Andrés Muschietti hat hier einen 135-minütigen Trip geschaffen, der seinesgleichen sucht und noch lange nachhallen wird. Zukünftige Produktionen, die in die gleiche Kerbe schlagen, werden sich an "Es" messen müssen. Nicht umsonst wird erwartet, dass die Produktion aus dem Hause Warner der erfolgreichste Genre-Vertreter 2017 wird. Ob es jedoch so kommt, werden wir bald erfahren, wenn er deutschlandweit am 21.09.2017 im Lichtspielhaus ihres Vertrauens zu sehen sein wird.

Und danach heißt es: To be continued ...

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