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Kritik von Michael Scharsig zu 'The Cabin in the Woods'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 06.10.2012
90%
Unter dem Dach des Konzerns Marvel Entertainment versammeln sich viele Unternehmen der Unterhaltungsbranche, darunter die Marvel Studios, die Kinofilme mit den verschiedenen Comichelden des Hauses realisiert. Zu den bekanntesten Characteren gehören Spider-Man, die X-Men und Hulk.
www.marvel.com

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"Cabin in the Woods" ist eine der Horror-Überraschungen des Kinojahrs 2012 und das obwohl der Film eigentlich schon 2009 hätte veröffentlicht werden sollen. Studiopleiten und Unstimmigkeiten sorgten für die zig Verschiebungen des Veröffentlichungsdatums. Nun endlich bereichert diese-Genre-Perle die Leinwände.

Wer hätte das gedacht, bei der angekündigten Handlung? Fünf Freunde wollen ein Wochenende in einer abgelegenen Hütte im Wald verbringen. Nach einer kurzen Stippvisite im gruseligen Keller stellt die Gruppe fest, dass etwas nicht stimmt und schon bald bricht die Hölle über sie herein. Der Plot klingt dermaßen uninspiriert, dass er locker mit gefühlten tausend weiteren Teen-Horror-Movies verglichen werden könnte. Die Krönung sind die einfallslos gezeichneten Charaktere: der sportliche Macho, der Kiffer, die dauerscharfe Blondine, die jungfräuliche Streberin und der Normalo. Als wäre bei den Hauptdarstellern nicht schon der Trash auf die Spitze getrieben worden, kommt auch noch ein merkwüdiger Tankwart daher, der die Gruppe vor der Hütte warnt. Neu? Nicht wirklich.

Wären da nicht Richard Jenkins ("Burn after Reading", "Let Me In", u.a.) und Bradley Whitford ("Philadelphia"), die die Krawattenhemden Richard und Steve spielen. Das Duo beobachtet von einer unbekannten Station aus die fünf Urlauber ganz im Stile von Big Brother. Sie lenken die Jugendlichen ins Verderben, schließen wetten darauf ab, wen es wie erwischt und reden von Wettbewerben mit Japan. Wer das komisch findet, wird sich auch fragen, warum sie vom "Publikum" und "Opferung" sprechen.

Mit einer fantastischen Portion Sarkasmus und Selbstironie wandelt der Film zwischen Humor und Überlebenskampf. Sämtliche Horrorfilm-Klischees werden absichtlich eingebaut. Denn sie sind nicht, wie sie scheinen. Der sportliche Macho und die dauescharfe Blondine sind eigentlich intelligente Psychologie-Studenten. Die Blondierung wurde dem Mädchen nur empfohlen (und heimlich mit einer Chemikalie versetzt, die scharf macht), während Footballspieler Curt (Chris Hemsworth aus "Thor" und "The Avengers") erst durch eingesprühte Dämpfe zum Idioten wird. Bestes Beispiel: Die Gruppe wird angegriffen und Curt macht den Vorschlag, dass alle zusammen bleiben. Richard und Steve sehen und hören das via Kamera, drücken Knöpfe und schon lassen Gase sein Ideenreichtum sinken ("Nein wartet, das ist nicht richtig, wir sollten uns aufteilen."). Grandios.

Zuviel soll hier nicht verraten werden, doch eine Empfehlung muss ausgesprochen werden. "The Cabin in the Woods" ist eine Liebeserklärung an das Genre, mit tollen Darstellern und einem Handlungsablauf, der so schnell an Fahrt aufnimmt, dass einem schwindelig wird. Immer weiter steigert sich der Streifen in Aktionen, die der Zuschauer so ganz bestimmt nicht erwartet hat. Egal aus welchem Sub-Genre des Horrorfilms - jeder Horrorfan wird hier irgendwo "Personen", "Wesen" oder Handlungen aus seinen Lieblingsfilmen wiedererkennen.

Regisseur Joss Whedon hat bereits bei "Das Büro", "Roseanne" oder "Serenity" bewiesen, dass Sarkasmus und Satire sein Spezialgebiet sind. Mit "Thor" und "Marvel's The Avengers" durfte er sich effekttechnisch austoben und mit "Cabin in the Woods" hat er nun einen Horrorfilm erschaffen, der jetzt schon Kultstatus besitzt und die Stärken einzelner Whedon-Werke miteinander verbindet. Gucken. Unterhalten lassen. Mitfreuen!

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