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Kritik von Elke König zu 'Armageddon - Das jüngste Gericht'

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Kritik von Elke König
veröffentlicht am 24.09.2017
80%
Inhaltsangabe:

Der Welt steht eine Katastrophe bevor! Ein riesiger Asteroid, so groß wie Texas, genannt Dottie, rast auf die Erde zu und es droht die Auslöschung sämtlichen Lebens auf der Erde. Die Experten von der NASA finden nur eine Möglichkeit, diese Katastrophe abzuwenden: Ein 250 Meter langer Schacht muss auf dem Asteroiden gebohrt werden, damit ein nuklearer Sprengsatz Dottie so weit auseinander sprengen kann, damit die Teile dann an der Erde vorbeifliegen können. Zwei Probleme treten dabei auf: Sie haben nur ein paar Tage Zeit und sie haben kein Team, dass die Bohrung erfolgreich durchführen kann.

Harry Stamper (Bruce Willis) lebt praktisch mit seinem Team und seiner Tochter Grace (Liv Tyler) auf einer Bohrinsel. Gerade will er seinen Ziehsohn A.J. Frost (Ben Affleck) lynchen, weil er es gewagt hat, eine Beziehung mit Grace einzugehen, als die NASA an der Tür klopft. Der Direktor der NASA, Dan Truman (Billy Bob Thornton), klärt Harry über die bevorstehende Katastrophe auf. Beeindruckt von der Tragweite des ganzen Geschehens sagt er mit seinem Team zu.

Doch dann beginnen erst die Probleme: Innerhalb weniger Tage muss das Team zu Astronauten ausgebildet werden und die Ausrüstung ist mehr als fraglich. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Mein Fazit:

Der Film ist schon immerhin knapp 20 Jahre alt und er hat an Charme und Humor nichts eingebüßt. So oft schon gesehen, entweder ganz oder zum Teil und doch hat man mit der Zeit vieles vergessen. So erlebte ich wieder einen kurzweiligen, dennoch spannenden Film-Abend mit Harry und seinem außergewöhnlichen und skurrilen Team.

Dem Leben auf der Erde droht der Untergang. Ein Asteroid von außergewöhnlicher Größe schickt bereits seine Vorboten und kleine Asteroiden schlagen in New York, später in Paris und an anderen Orten ein. Die NASA scheint offenbar die einzige Organisation zu sein, die dem Problem Herr werden kann. Gut, dem amerikanischen Patriotismus muss man nicht so viel Beachtung schenken. Zwar wirkt es etwas einseitig, denn es wir ja ein globales Problem dargestellt und nur die NASA kann es? Aber gut, wenn wir das beiseiteschieben, erlebt der Zuschauer eine witzige Geschichte und ein paar Männer, die alle irgendwie eine Macke haben, doch das Herz sitzt am rechten Fleck. Irgendwie sind sie einem sympathisch, obwohl sie nicht alle eine blütenweiße Weste besitzen und im Angesicht des nahenden Todes durchaus über sich hinaus schießen. Schon der Forderungskatalog ist bemerkenswert, auf die Idee muss man erst einmal kommen. Jeder andere würde heroisch seine Heldenkraft anbieten, diese Jungs fordern jedoch Gegenleistung!

Inwiefern technisch nun alles stimmig ist, kann ich leider nicht beurteilen. Ich bin keine Astronautin und glänze daher mit mangelndem Fachwissen. Aber die Effekte fand ich durchaus bemerkenswert und spannend zu sehen. Manches wurde tragisch bis berührend, die Sprüche der starken Männer konnten mich aber ebenso erheitern. Bruce Willis als der harte Kerl, der seine Tochter beschützen will, war natürlich ganz in seinem Element. Ben Affleck und die übrigen starken Männer konnten mich ebenfalls überzeugen, die Besetzung der Grace bzw. Liv Tyler finde ich doch etwas unglücklich. Sie wirkte auf mich nicht überzeugend und eher blass. Es gibt dann ein paar sehr pathetische Szenen, die zwar etwas dick aufgetragen wirkten, mich aber auch sehr bewegten.

Alles in allem ist es ein unterhaltsamer und spannender Film. Das schwache Drehbuch wird durch die grandiosen Effekte wieder wettgemacht. Man muss den Film einfach mögen. Insgesamt bewerte ich den Film mit 80% und mal sehen, wie er in zehn Jahren noch auf mich wirkt!

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