Kaum ist die Hochzeit von Shrek mit Prinzessin Fiona vorbei, schon gibt es die ersten Probleme: das junge
Paar soll bei den Eltern der Prinzessin zu einem Eheantrittsbesuch vorbeikommen, aber Shrek ist von der
Idee gar nicht begeistert, immerhin erwarten König und Königin Prinz Charming als Schwiegersohn - und keinen
Oger. wird das gutgehen?
Gerade erst sind die Jungvermählten, der Oger Shrek und Prinzessin Fiona, im heimischen Sumpf angekommen,
schon steht ein Botschafter vor der Tür - er soll das junge Paar zum königlichen Hof der (Schwieger-)Eltern
einladen, wo sie ihren Schwiegersohn kennenlernen wollen. Shrek ist von der Einladung alles andere als
begeistert, immerhin erwartet das Königspaar Prinz Charming an seiner Stelle, und eine Tochter, die von
ihrem Fluch befreit und hübsch ist.
Aber die Braut setzt sich durch, und die beiden machen sich, begleitet von ihrem sprechenden Esel, auf die
lange, lange Reise ins Königreich Far Far Away. Shrek hatte recht: die Reise war wirklich keine allzugute Idee.
Niemand ist begeistert von Fionas Ehemann, lediglich die Königin, Fionas Mutter, versucht Shrek zu akzeptieren,
während der König aus seinem Mißfallen keinen Hehl macht.
Sogar die gute Fee ist gegen Fionas Gatten. Aus irgendeinem Grund hat sie großen Einfluß auf den König, und
sie drängt ihn dazu, einen Killer anzuheuern. Gesagt, getan - ein Auftragskiller ist auch schnell gefunden: in
der verruchten Kneipe "zum vergifteten Apfel" engagiert er den gestiefelten Kater, der dem Oger jetzt ans
Leder soll.
"Shrek 2" ist, wie sein Vorgänger, ein Film für jung und alt. Für die
Kleinen ist es einfach ein zauberhafter Märchenfilm, für die älteren ein Film, der nicht nur wegen der
vielen, kleinen Gags am Rande, Anspielungen auf andere Filme
(Mission: Impossible und
Spider-Man - um hier nur die offensichtlichsten zu nennen) und der
allzeit zündenden Witze eigentlich viel zu schnell vorbei ist.
Als Original-Synchronsprecher konnten wieder Schauspieler verpflichtet, die jeden anderen Film vor Neid
erblassen lassen dürften: Mike Myers (Shrek), Cameron Diaz (Fiona) und Eddie Murphy (Esel) sind immer noch
dabei, außerdem Antonio Banderas (gestiefelter Kater), John Cleese (König), Julie Andrews (Königin), Rupert
Everett (Prinz Charming) und viele mehr. Aber nicht nur die Besetzung und die Gags sind das entscheidende, was
"Shrek 2" zu einem richtigen Klassefilm macht, sondern, daß um das ganze herum sogar noch eine gute Handlung
gestrickt wurde.
Wäre da nicht einige Kritik an der Musik von Nöten, wäre der Film uneingeschränkt zu empfehlen, aber einige
musikalische Einlagen, wie zum Beispiel der Singsang der guten Fee sind, auch wenn es in diesem Falle eine
Referenz an alte Zeichentrick-Klassiker ist, doch etwas nervig, und ganz schlimm ist die Vergewaltigung des
David Bowie Songs "Changes". Von diesen Kleinigkeiten sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, und am
Ende sogar den Film auf der Leinwand verpassen. "Shrek 2" ist nicht nur finanziell ein Riesenerfolg, sondern
richtig toll. Der dritte Teil ist für kommendes Jahr angesetzt, und
auch ein vierter Teil ist schon im Gespräch.