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Kritik von Michael Scharsig zu 'John Carpenter's The Ward'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 02.11.2011
70%
Das große Comeback des Altmeisters der Horrorgeschichten ist in den deutschen Kinos eher unbemerkt vorbeigeschlichen. Dabei wussten die meisten Nicht-Kinogänger wahrscheinlich gar nicht, dass sie damit die bessere Wahl getroffen hatten.

Der Streifen hat durchaus Potenzial gehabt. Eine Irrenanstalt eignet sich hervorragend für düstere Geschichten, Amber Heard ist ein optischer Hingucker und selbst die Story ist gar nicht mal so altbackend. Leider ist die Umsetzung alles andere als gelungen. Als Nebendarsteller gefällt nur Jared Harris ("Der seltsame Fall des Benjamin Button", "Sherlock Holmes"), während die komplette Garde der weiblichen Schauspielerrinnen ausgewechselt werden könnte. Amber Heard macht ihre Sache dagegen zufriedenstellend. Das eigentliche Problem von "The Ward" sind auch nicht seine Darsteller, sondern der Gruselfaktor. Der ist nämlich 80er, wie Oliver Geissen sagen würde. John Carpenter schafft es nicht, genügend Thrill in seine Szenen zu packen, mal ganz abgesehen davon, dass der vermeintliche Geist nicht erschreckend genug aussieht. Die "Figur" wirkt, wie aus einem alten Gruselschocker, wo Kostüme und Pappe noch erkennbarer waren. Entweder John Carpenter wollte seinem damaligen Erfolg treu bleiben, oder das Budget für bessere Ideen war begrenzt. So nimmt er jedenfalls eine ganze Portion Spannung weg und lässt die Mitte des Films zu einer absoluten Durchschnittsnummer werden.

Zum Glück serviert Carpenter mit dem Filmende doch noch ein kleines Highlight, das sich über viele Minuspunkte der Umsetzung hinwegsetzt. Wer Überraschungen mag, sollte jedenfalls bis zum Schluss gucken. Sollte jemand allerdings schon vorher die Lust am Film verloren haben, wäre das genauso nachzuvollziehen, denn über eine viel zu lange Zeit wird dem Zuschauer ein langatmiger Durchschnittsplot geboten.

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