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Kritik von Philipp Stroh zu 'Zombieland'

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Partner von Entania
Kritik von Philipp Stroh
veröffentlicht am 10.12.2009
75%
Als einen Cameobezeichnet man einen kurzen Auftritt einer bekannten Persönlichkeit in einem Film. Zum Beispiel waren im Kinofilm "Starsky & Hutch" die beiden Hauptdarsteller der Serie kurz zu sehen. Die Cameo-Darsteller müssen aber nicht unbedingt Schauspieler sein, oft tauchen auch andere Prominente wie Musiker oder Sportler auf.
"Zombieland" ist nach "Shaun Of The Dead" die zweite wirklich gute Zombie-Komödie dieser Welt. Wo ersterer als zitatgespickte Persiflage brilliert, überwiegt bei dieser amerikanischen Variante der Party-Aspekt, jedoch nicht weniger klug und hochwertig in Szene gesetzt. Die durchgestylten Bilder, welche sich durch Zeitlupensequenzen und aufwändige Textgrafiken auszeichnen, sind ein Genuss, gut unterstützt durch einen fetzigen Soundtrack. Macht es sich die Story auch ein bisschen sehr leicht, ist es auf der anderen Seite gerade der Vorteil, dass der Film sofort mit seinen originellen Ideen loslegt und weitgehend auf Hintergrund-Erklärungen pfeift.

"Zombieland" ist darüberhinaus mutig genug, um bei expliziter Gewalt draufzuhalten und findet dabei genau das richtige Maß für augenzwinkernd schroffe Kick-Ass-Unterhaltung, ohne sich an allzu viel Splatter zu ergötzen. Ohne einige selbst für eine Horrorkomödie unglaubwürdige und übertriebene Szenen zugunsten spektakulärer Momente kommt das Drehbuch leider nicht aus, doch da der mit nicht mal 85 Minuten angenehm kurze Streifen keine Langeweile aufkommen lässt, mutet man sich das gerne zu.

Wie bei fast jedem besseren Zombiefilm sind die infizierten Fleischfresser nicht einmal das zentrale Thema; die vier Hauptcharaktere werden in einen überraschend stimmigen Genre-Mix aus Horror, Roadmovie und Coming-Of-Age-Komödie eingebettet. Woody Harrelson spielt dabei seine Paraderolle - die coole Drecksau, während Kinderstar Abigail Breslin gekonnt gegen ihr "Little Miss Sunshine"-Image anspielt. Der nicht ganz so namhafte Jesse Eisenberg gibt den unfreiwillig jungfräulichen Stubenhocker mit einer dezenten Prise Coolness, weshalb er bekannte Loser-Darsteller wie Michael Cera ("Superbad", "Juno", "Year One") glatt übertrumpft. Schließlich rundet die erst seit wenigen Jahren im Filmgeschäft schaffende Emma Stone die Besetzung durch optische Reize und flotte Sprüche exzellent ab. Und, ganz nebenbei: Hier gibt es auch den Cameo des Jahres zu sehen.

Wenn die (Film-)Welt eins nicht braucht, dann ist es noch ein Zombiefilm. Die überraschende Ausnahme heißt "Zombieland". Ein stark besetzter, aberwitziger Partyfilm, der keineswegs hohl ist, die Grenzen der Genre-Parodie sprengt und eine an sich völlig ausgelutschte Grundidee so frisch präsentiert, wie man es einfach nicht erwartet hätte.

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