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Kritik von Jörg Wetterau zu 'Skyfall'

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Kritik von Jörg Wetterau
veröffentlicht am 02.12.2012
85%
Lange hat die Kinowelt auf den neuen Bond warten müssen. Das Warten hat sich gelohnt und ein Einspielerergebnis von mittlerweile über 800 Mio. Dollar beweist, dass die Bondreihe auch im 50. Jahr ihres Bestehens nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Das ist zum großen Teil sicherlich Regisseur Sam Mendes und seiner Vermenschlichung von James Bond zu verdanken. Daniel Craig spielt sein alter Ego zwar gewohnt hart und kantig, darf aber auch mal Schwächen zeigen, weich werden und Tränen vergießen. Die Kamera liebt Craig. Er wird von Mendes vor malerischer Kulissen atemberaubend in Szene gesetzt. Geradezu künstlerisch wertvoll und anspruchsvoll ist die Schanghai-Episode, in der Bond einen Gegenspieler in einem Hochhaus stellt. Orson Welles hätte seine Freude an dieser experimentellen Umsetzung gehabt, seine "Lady von Shanghai" dürfte Sam Mendes inspiriert haben.

Neben der Optik überzeugt bei "Skyfall" vor allem Javier Bardem als von "M" (Judi Dench) fallen gelassener MI6-Agent Silva, der auf Rache sinnt, und "Mutter" (M) gerne zeigen möchte, wo der Hammer hängt. Bardem hätte gerne mehr Szenen haben dürfen, er spielt herrlich ambivalent, vor allem die erste Begegnung mit James Bond bleibt eiskalt in Erinnerung. Neben all der positiven Elemente hält der Film aber auch große Logikfehler und Ungereimtheiten parat. Wie gelingt bespielsweise Silva die Flucht aus seiner Hochsicherheitszelle beim MI6? Warum ist Bond nach einem unfreiwilligen Bad in einem zugefrorenen schottischen See in der nächsten Szene wieder trocken und nicht am Erfrieren? Warum ist eine in London entgleisende U-Bahn menschenleer? Warum gibt es in einem Fluchtkeller noch elektrisches Licht, obwohl das Haus darüber gerade pulversiert wurde? Aber dies sind nur kleine Kritikpunkte in einem ansonsten überzeugenden und hochwertigen Bond-Abenteuer.

Fazit: "Skyfall" ist sicherlich nicht der beste Bond - das ist und bleibt für ewige Zeiten "Goldfinger" mit Sean Connery und Überbösewicht Gert Fröbe - aber er ist 140 Minuten durchgängig gute Unterhaltung und solides Actionkino, ist spannend und packend inszeniert, bietet einen großen Titelsong und wunderschönen Titelvorspann, ergötzt sich an teils berauschend ästhetischen Bildern und hält einen Schluss bereit, der überraschend ist, aber den Startschuss für eine ganze Reihe weiterer Bondfilme, gerne mit Daniel Craig, darstellt. Keine Frage: Die Bond-Reihe lebt, mehr denn je.

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