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Kritik von Timo Liedtke zu 'Mission: Impossible III'

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Kritik von Timo Liedtke
veröffentlicht am 18.06.2012
80%
Wiedergutmachung war angesagt. Trotz gigantischen Erfolgs war der zweite Teil des "Mission Impossible" Franchise ein künsterischer Reinfall. Somit wurde der Regieneuling J.J. Abrams verpflichtet, der mit seinen wegweisenden Serien "Alias" und "LOST" TV-Geschichte schrieb und ein bodenständigerer Ansatz gewählt. Das Ergebnis ist eine Kombination einiger Elemente aus beiden Vorgängern und das Hinzufügen einer zusätzlichen Thrillerebene. Zudem fährt "Mission Impossible III" den bisher besten Bösewicht des Franchises auf. Mit Philip Seymour Hoffman ist ein echter Besetzungscoup geglückt.

Der Einsatz an Waffengewalt ist wie im zweiten Teil sehr hoch. Dennoch hält sich der Film diesmal etwas besser die Waage. Waffenlose Sequenzen wie im Vatikan wechseln sich gekonnt mit kriegsähnlichen Actionsequenzen wie der Angriff auf die Brücke ab. Doch Abrams schafft etwas, was dem zweiten Teil in keiner Minute gelang. Sein Film ist wirklich hochspannend. Vor allem da Ethan Hunt vom Superhelden sich etwas zurückverwandelt hat. Er macht jetzt auch Fehler, ist impulsiv und unterschätzt auch hin und wieder seinen Gegenspieler. Das er sich in einer Beziehung befindet macht ihn ebenfalls angreifbar.

Nur in der Auslotung von Hunts Beziehung gibt sich der Film arg oberflächlich. Die Chemie zwischen Cruise und Monaghan stimmt zumindestens, viele Szenen erhalten die beiden aber nicht zusammen, sodass die große Liebe zwischen den beiden eher bloße Behauptung für den Zuschauer ist.

Ansonsten ist Teil 3 der düsterste und verzweifelteste Teil der Reihe. Owen Davian, toll gespielt von Philip Seymour Hoffman, ist fast schon ein satanischer Bösewicht. Es wird gefoltert und es wird rücksichtslos getötet. In diesem Fall entfernt sich der dritte Teil wieder stark von der Vorlage.

Ist also im Endeffekt die Mission geglückt, die Reihe wieder auf Kurs zu bringen und den miesen zweiten Teil vergessen zu machen? Die Antwort ist Jein. "M:I-III" ist ein guter Actionfilm. Packend inszeniert und hochspannend. Und für einen Actionfilm zudem eine passable Story und in Philip Seymour Hoffman einen tollen Gegenspieler, von dem man gern mehr gesehen hätte. Dennoch gelingt es dem dritten Teil nicht, wie schon dem zweiten den Geist der Vorlage gerecht zu werden. Auch wenn hier der Teamgedanke und die gewaltlose Lösung einer Mission zumindestens in der ersten Hälfte noch Thema des Films ist, Teil 3 ist eine One-Man-Show von Tom Cruise, die allerdings deutlich besser funktioniert als noch im John-Woo-Film.

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