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Kritik von Michael Scharsig zu 'Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 07.12.2011
40%
Zum vierten Mal muss die Vampir-Saga von Stephenie Meyer jetzt schon im Kino ertragen werden. Und kurz vor Schluss der Reihe gelingt es Regisseur Bill Condon, einen Film zu kreieren, der noch unterirdischer ist, als seine drei Vorgänger.

Die Bücher müssen nicht gelesen worden sein, um die Kette an filmischen Defiziten aufzulisten. Angefangen bei den üblichen Schwächen aus den anderen Teilen: Kristen Stewart und Robert Pattinson sind ein Darsteller-Duo, das talentfrei von Szene zu Szene schweigt. Vor allem Stewart misslingt es ein ums andere Mal irgendeine Emotion zu vermitteln oder beim Zuschauer zu entfachen. Mimisch ist es eine derart schwache Leistung, dass der Wunsch ihrer Rolle nach Vampirverwandlung berechtigt ist. Pattinson hat da den kleinen Beißer-Bonus, doch selbst für einen Vampir wirkt er derart blutleer, dass einem Film-Fans die Augen zufallen möchten.

Die Kameraführung und die Filmschnitte wirken teilweise derart stupide, dass "Breaking Dawn" den großen Fehler begeht, in Szenen unfreiwillig komisch zu wirken. Als Beispiel dafür wäre ein völlig sinnfreier, wechselner Zoom auf Edward und Jacob zu erwähnen, als sie sich in einer belanglosen Szene gegenüberstehen. Dass die Effekte billig aussehen, wenn Jacob und sein Rudel sich in Form von Wölfen präsentierten, wusste der Zuschauer schon. Doch ihre Dialoge sind ein neuer Witz. Spannung stellt sich da eher hinten an und ein weiteres Mal muss unfreiwillig geschmunzelt werden.

Ob Bill Condon der Stoff für seinen Film ausging? In fast jeder zweiten Szene wird das Dargstellte in Zeitlupe eingefangen, so als ob "Breaking Dawn" vertuschen wollte, dass für mehr Inhalte kein Platz war. Das wirkt sehr emüdend, zumal neben der generell ermüdenden Kristen Stewart, die Zeitlupen-Szenen jedes Mal mit Musik von irgendwelchen Trend-Bands eingespielt wird. Wie schon in den anderen Filmen, passen die teils sogar poppigen Nummern überhaupt nicht zur Atmosphäre des Streifens. Dann wäre da noch die plötzliche Einführung von Charakteren, wie Leah Clearwater, die bis dato in keinem Film auftauchte und größere Rollen hatte. Der Zuschauer muss hinnehmen, dass sie jetzt da ist und letztendlich mitverantwortlich für Jacobs Prägung ist - die übrigens die Liste der billig herbeigezogenen Szenen komplettiert.

Der ganze Film bastelt sich seine schwache Handlung derart durchschaubar zusammen, dass Melissa Rosenberg für das Drehbuch der Job entzogen werden sollte. Als einziger Pluspunkt wäre wie immer die Optik zu erwähnen, da die Farben und die Locations bestens zu einer eigentlichen Vampir-Story passen und ohne die restlichen Fehler auch eine passende Atmosphäre vermitteln könnten.

"Breaking Dawn" ist der bisherige Tiefpunkt einer filmisch schwachen Vampir-Reihe. Wenn hier nicht die eine oder andere Goldene Himbeere vergeben wird, sollte das schon stark wundern. Den üblich geblendeten Fans der Reihe wird es egal sein, hauptsache Edward und Bella können wieder im Kino bestaunt werden. Hier versagen Regisseur, Darsteller, Musikverantwortliche und die Effektbildner auf einem ganz tiefen Level.

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