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Kritik von Frederik Braun zu 'Pulp Fiction'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 04.02.2009
100%
Ein filmisches Meisterwerk zu kreieren ist eine Herausforderung, der nur wenige Regisseure gewachsen sind. Und so einzigartig und originell Quentin Tarantino und seine Filme auch sein mögen, sein einziges richtiges Meisterwerk ist und bleibt "Pulp Fiction". Zusammen mit "Schindlers Liste" und "Die Verurteilten" prägt diese Thrillergroteske die Kinolandschaft der 90er Jahre - und das mehr als verdient.

"Pulp Fiction" ist originell und anders als die typischen Gangsterfilme. Tarantinos "Bad Boys" sind keine coolen und skrupellosen Auftragskiller. Sie sind Menschen mit individuellen Interessen, Problemen und Makeln. Genau das macht sie sympathisch und schafft eine Art der Identifikation für den Zuschauer. Dieser wird zum Beobachter eines Ganovenalltags. Die zum Teil absurden Situationen, in die Tarantinos Protagonisten an diesem Tag geraten sind eine augenzwinkernde Anspielung auf Thriller und andere Filmgenre. Hinzu kommen einfach großartig geschriebene Dialoge, die in jedem vernünftigen Filmzitat-Buch gefunden werden können.
Die Inszenierung an sich ist Tarantino gut gelungen. Die zahlreichen kleinen Filmfehler unterstreichen nur den Aspekt der Menschlichkeit, denn ein rundum perfekter Film würde der Grundmessage des Werkes nicht gerecht werden.

Das Darsteller-Ensemble rundet Tarantinos Meisterwerk grandios ab. Allen voran ist hier Samuel L. Jackson zu nennen, der meines Erachtens nach sowieso einer der besten afroamerikanischen Schauspieler in Hollywood ist. Für die Rolle des Jules Winnfield hätte er den Oscar definitiv verdient, für den er nominiert war. Jackson spielt den gläubigen Killer mit einer solchen Intensität, wie man sie nur selten in Hollywood-Produktionen zu Gesicht bekommt. Gerade die legendäre Appartement-Szene, in der Jules und sein Kollege mit einem Vertragspartner ihres Bosses abrechnen, brennt sich einem in den Kopf. Selbst John Travolta, der als Vincent Vega eine seiner bisher besten Performances abliefert, wirkt neben Jackson etwas blass. Und trotzdem harmoniert das Filmduo wie kaum ein anderes. Weiterhin ist auch die Leistung von Uma Thurman zu würdigen, die mit "Pulp Fiction" zurecht ihren definitiven Durchbruch in Hollywood landete. Die restliche Besetzung, von Bruce Willis bis hin zu Harvey Keitel, kann ebenfalls überzeugen.

Fazit: "Pulp Fiction" ist eines der wenigen wahren Filmmeisterwerke. Eine schwarze Komödie mit jeder Menge Ironie und Feingefühl, die jedem Filmkenner ans Herz zu legen ist.

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