"Transformers 3" wurde als nichts anderes als ein Sommer-Action-Blockbuster vertrieben. Ich habe kein Problem mit belanglosen Unterhaltungsfilmen, solange sie mich unterhalten. Die besten zwei Minuten hier sind in der Anfangssequenz, in der wir der Kamera auf einem kleinen Stalking-Trip folgen und
Rosie Huntington-Whiteleys Hinterteil betrachten können. Das war der beste Teil des Film, ab jetzt geht es bergab. Denn das angekündigte Feuerwerk entpuppt sich als Feuerwerk aus miesen Dialogen, schlechter Schauspielerei und hässlichen Actionsequenzen.
Shia LaBeouf spielt mal wieder Sam, und man sollte erwarten, dass sein Charakter etwas weiterentwickelt wurde. Er ist aber immer noch derselbe Jammerlappen wie zuvor, was auf die Dauer nervt und mich daran hindert, mit dem "Helden" zu sympathisieren. Warum muss ich dem Kerl minutenlang zuschauen, wie er Bewerbungsgespräche verpfuscht? Der Rest der Besetzung spielt entweder lustlos oder miserabel mit, wie sich John Malkovich hierhin verirrt hat, bleibt wohl eine der großen Fragen.
Der Film startet mit einer unnötig komplizierten, weil letztendlich irrelevanten Handlung. Es gibt viele Handlungslücken sowie Teile, die einfach lustlos hineingeschnitten wurden, um eine weitere CGI-Prügelei zu rechtfertigen (warum führen diese überlegenen Roboter eigentlich Krieg, als würden besoffene Fussballfans übereinander herfallen?). Und hier ist das große Problem: Die CGI-Action beeindruckt nicht! Die Szenen sind überladen mit Schrott, der auf den Zuschauer zufliegt, und Autobots und Decepticons sind kaum auseinanderzuhalten. Das kann Michael Bay besser.
"Transformers 3" ist viel zu lang für eine kurze Action-Unterhaltung, und zieht sich mit all seinen nervigen Fehlern über zweieinhalb Stunden, die sich wie zweieinhalb Tage anfühlen.
Schaut euch den ersten Film der Trilogie an, dieser hier kriegt von mir eine glatte 4 und 15%. Ich hoffe es gibt keinen Teil 4.