foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Jutta Hannecker zu 'Taking Woodstock'

WERBUNG
Kritik von Jutta Hannecker
veröffentlicht am 04.09.2009
95%
Der junge Elliot Tiber (Demetri Martin) kehrt nach einem gescheiterten Versuch, als Innenarchitekt in New York Fuß zu fassen, zu seinen Eltern nach Bethel zurück, die dort ein völlig heruntergekommenes Motel (El Monaco) betreiben. Trotz kleinerer Verschönerungsmaßnahmen am Motel bleiben die Gäste aus. Da liest Elliot in einer Tageszeitung, dass ein geplantes Open-Air-Festival mit Musikgrößen wie Janis Joplin, Jimi Hendrix und The Who in einem Nachbarort vor dem Aus steht. Schnell hat Organisationstalent Elliot alle Fäden in der Hand. Er organisiert Treffen mit den Machern des Konzerts, gewinnt den Farmer Max Yasgur (Eugene Levy) dazu, seine riesige Kuhweide zu vermieten, therapiert zwischendrin noch den durchgeknallten Vietnam-Veteran Billy (Emile Hirsch), rettet das Motel vor dem bevorstehenden Ruin und findet schlussendlich in all dem Chaos der heranrollenden Flower-Power-Lawine, dem Sex, Drugs & Rock'n'Roll und den "3 Days of Peace and Music" sein Coming-Out.
Wer jetzt einen Musikfilm erwartet oder vielleicht auch befürchtet, wird entweder enttäuscht sein oder kann sich entspannt zurücklehnen. Regievirtouse Ang Lee (zweifacher Oscar-Preisträger) hat nämlich dank der Memoiren von Elliot Tiber einen Blick hinter die Kulissen des legendären Festivals wagen können. Um mit Tausenden von Statisten drehen zu können, muss man wohl Ang Lee heißen. Allein dafür muss man sich vor ihm verneigen. Ihm ist eine Zeitreise zurück "zum Mittelpunkt des Universums" in allen Farben dieser Welt geglückt, er vergisst dabei aber auch nicht das Kontrastprogramm. Elliot hat nämlich einen Kampf mit den völlig verschreckten, konservativen Anwohnern, die von Vorurteilen den Hippies gegenüber völlig verängstigt und verstört sind, auszustehen. Dass Ang Lee die Zuschauer dann auch noch mit auf einen LSD Trip nimmt, ist Geschmackssache. Da kann einem schon beim Zuschauen leicht schwindelig werden.
Zum Niederknien ist die Ausstattung des Films. Der Zuschauer kann sich an sehr viel Liebe zum Detail bis in die letzten Winkel der Zelte und Hippiebusse erfreuen.
Dieser bis in die letzten Nebenrollen sehr gute besetzte Film mit humorvollen Dialogen macht Spaß. Allerdings ist es wohl nicht möglich, das Feeling "Ich war dabei" von damals auf die Zuschauer von heute zu übertragen. Daher bleibt die Frage offen, ob die Legendenbildung des Festivals eher auf Grund der Geschichten, die darüber erzählt worden sind, entstanden ist als wegen der Tatsache, dass sich die 500.000 Besucher (weitere 500.000 mussten "draußen" bleiben) nicht nur an den "3 Days of Peace and Music" erfreuen konnten, sondern dass diese sich auch mit Stromschlägen und Tonnen von Matsch herumschlagen mussten. Trotzdem, auch für die, die 40 Jahre danach nicht hätten dabei sein wollen, ist der Film eine große Party!
War diese Kritik hilfreich?
11 von 13 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k4Fh
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen