foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Michael Scharsig zu 'Die Kunst zu gewinnen - Moneyball'

WERBUNG
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 27.02.2012
85%
"Männertrip", "Superbad", "Bad Sitter" - drei Komödien, die schnell vergessen sein werden und zu absoluten Durchschnittsproduktionen gehören. Und in allen drei Filmen spielt Jonah Hill mit. Umso schöner ist es, wenn er in Filmen wie "Moneyball" beweist, dass er auch Schauspielern kann. Neben einem mittlerweile schon regelmäßig gut augelegtem Brad Pitt, ist es nämlich gerade seine Rolle, die "Moneyball" ausmacht.

Zur Story: Stellen Sie sich vor, sie sind Manager eines Teams, dass nicht gerade von Geld gesegnet ist, dass meistens chancenlos ist und dann seine besten Spieler abgeben muss, wenn es erfolgreich war. In dieser Zwickmühle steckt Baseball-Manager Billy Beane mit den Oakland As. Nach einer grandiosen sportlichen Karriere, die ihm verwehrt blieb, hat er nur ein Ziel: Titel. Dafür braucht er ein unkonventionelles Konzept, etwas frisches, etwas was eine Meistermannschaft aus dem Nichts kreiert. Hier kommt Yale-Absolvent Peter Brand (Jonah Hill) ins Spiel, der mittels Computer-Analyse Spieler auf dem Markt ermittelt, denen rein theoretisch eine große Zukunft bevorsteht, die aber kein reicher Klub wortwörtlich auf dem Zettel hat. Probleme gibt es viele. Konservative Opposition aus den eigenen Reihen, ein mürrischer Coach (super: Philip Seymour Hoffman), sowie der Versuch, das private Leben nebenbei in den Griff zu bekommen.

"Moneyball" ist ein solider Sport-Managerfilm mit Liebe zum Detail. Wer hier emotionale Liebes-Szenen, wie bei "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" erwartet oder sich auf große Sportmomente, wie in "Invictus - Unbezwungen" freut, dem sei gesagt, dass hier eher die Dialoge das faszinierende Gut sind. Und die Härte mit denen das Geschäft Sport geschildert wird. Ein verletzter Spieler wird von einem auf den anderen Tag verkauft wie ein unbrauchbares Trödelstück. Es wird geheuchelt, gewettet, gefeilscht und betrogen. Wer mit Baseball nichts anfangen kann wird die Situation von Manager Billy Beane aber schnell mit der seines Lieblings-Fußballvereins, oder seinem Fußball-Manager-Account vergleichen können. Da ist auch schon der Haken. Wer glaubt, der Film schreckt Nicht-Sportinteressierte ab, dem sei gesagt, dass gerade für diese Leute der Charakter Peter Brand entworfen wurde. Der dickliche Brillenträger aus Yale, der mit seinem PC ein Meisterteam zusammenkalkuliert. Gerade dieser Mensch ist es, der das menschliche Bindeglied zwischen Team und Manager darstellt.

Ganz großes Kino ist das Ende, das nicht - wie viele Filme, die auf Oscars aus sind - im pefekten amerikanischen Traum endet, sondern in einer nüchternen Realität, in der trotzdem Zufriedenheit gefunden werden kann. Sehenswert.

War diese Kritik hilfreich?
2 von 3 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k6Af
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen